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Der elektronische Marktplatz ist eine Großbaustelle
6. AIK-Symposium "Agenten und elektronische Märkte"

Im Internet wird heftig gebaut. Firmen aus der ganzen Welt versuchen, sich die Filetstücke auf den elektronischen Marktplätzen zu sichern und dort ihre Niederlassungen zu errichten. Als Baumaterial für Marktplätze und Filialen dienen intelligente Programme und Software-Systeme, die von Forscherinnen und Forschern immer schneller entwickelt werden, denn am Wettlauf ins Netz beteiligt sich die ganze Welt. Beim 6. AIK-Symposium "Agenten und elektronische Märkte" in Karlsruhe informierten sich jetzt rund 100 Teilnehmer aus Wissenschaft und Wirtschaft über die neuesten Entwicklungen. Veranstaltet wurde das Symposium vom Verein Angewandte Informatik Karlsruhe e.V. (AIK e.V.) und dem Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) der Universität Karlsruhe. Tagungsleiter war Professor Dr. Detlef Seese vom AIFB. Die Vorträge sind im Internet unter http://www.aifb.uni-karlsruhe.de/AIK Stichwort "Veranstaltungen" abrufbar.

Wichtigstes Werkzeug, mit dem die Forschung das Internet zum Wohl der Wirtschaft nutzbar machen will, sind derzeit Software-Agenten, auch "Bots", "Soft-Bots", "Robots" oder "Avatare" genannt.

Diese elektronischen Stellvertreter des Menschen können bereits jetzt zum Beispiel die besten Angebote für eine Flugreise von Frankfurt nach Mallorca selbstständig aus dem Netz fischen. Die Preisvergleichs-Bots werden zur Zeit hauptsächlich im sogenannten Businessto-Consumer-Geschäft (B2C) eingesetzt, das heißt, zur Endkundenbetreuung im Internet. Die größere Aufmerksamkeit der Wissenschaft und Wirtschaft gehört im Augenblick jedoch der Geschäftsabwicklung zwischen Unternehmen, dem Business-to-Business oder B2B-Geschäft im Internet. Denn in der Senkung der Kosten für die Abwicklung von Geschäftsvorgängen, der sogenannten Geschäftsprozessoptimierung,liegt das wesentlich größere Einsparpotenzial. Hier sollen Software-Agenten künftig komplette Geschäftstätigkeiten autonom ausführen und dadurch die Administrationskosten deutlich reduzieren. Die ersten Firmen haben schon komplette Geschäftsprozesse ins Internet übertragen. Arbeitsintensive Vorgänge wie etwa die Verbreitung einer Bauausschreibung werden so deutlich einfacher. Der Ausschreibende legt sein Dokument unter dem Stichwort "Ausschreibungen" auf dem Branchenmarktplatz ab. Der interessierte Bieter holt es sich von dort selbst ab.

Die derzeit höchste Evolutionsstufe der elektronischen Märkte sind die Marktplätze mit doppelseitiger Auktionsfähigkeit. Sie bedienen nicht nur den Kunden, der sich die Ausschreibung abholt, sondern verraten auch dem Bauträger, welche Unternehmen die von ihm benötigten Arbeiten anbieten. Dieser Abgleich, im Fachjargon "Matchmaking" genannt, wird auf dem Marktplatz von Agenten selbständig durchgeführt.

Den Abschluss des 6. AIK-Symposiums bildete eine Ausstellung der Forschungsgruppe "Komplexitätsmanagement" des Institutes AIFB, die für die Organisation des Symposiums verantwortlich zeichnete. Die Forschungsgruppe beschäftigt sich mit Anwendungen der Internet-Technologie zur Lösung komplexer wirtschaftlicher Aufgaben. Der Leiter der Forschungsgruppe, Professor Dr. Detlef Seese, forderte in seinem Schlusswort die Vertreter der Wirtschaft auf, sich stärker finanziell in Kooperationen mit Universitäten zu engagieren. Oft seien es nur geringe Beträge, die über Erfolg oder Misserfolg innovativer Lehr- und Forschungsprojekte positiv oder negativ entschieden. Durch ein Aufeinanderzugehen könnten alle Seiten nur gewinnen.

Dies wurde durch die ausgestellten Anwendungslösungen demonstriert, welche nur durch Unterstützung der Wirtschaft möglich geworden sind.

Das 7. AIK-Symposium findet am 27. April 2001 in Karlsruhe statt.
http://www.aifb.uni-karlsruhe.de/AIK


Spezialbibliotheken heute Wettbewerb und Kooperation

Die 28. Arbeits- und Fortbildungstagung der Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken e.V / Sektion 5 im DBV findet vom 06. bis 09. März 2001 in den Räumen der Universität Hannover statt. Der Kongress möchte Bewährtes mit Neuem verbinden. Neben der breiten Palette interessanter thematischer Sessions wurde das Angebot an fachspezifischen Workshops ausgebaut.

Hier ein kurzer Überblick über die Veranstaltungen:

Sessions
Wettbewerb und Kooperation
Arbeitsgemeinschaften stellen sich vor
Neue Medien, neue Instrumente, neue Aufgaben
Jahres- und Fachtagung der Gesellschaft für Bibliothekswesen und Dokumentation im Landbau
Kompetenzen für Spezialbibliothekare
Veranstaltung des "Forums für Zeitschriften" in Kooperation mit der ASpB
Virtuelle Fachbibliotheken

Workshops
Evaluierung von Internet-Quellen
HTML für Anfänger
Communicating with Business Partners, Colleagues and Clients English for Information Professionals
Change Management den Wandel leben und gestalten
Jeden Tag was Neues lernen! Wie plane ich meine persönliche Fortbildung?

Best paper award
Erstmals wird im Rahmen der ASpB-Tagung ein Preis für den besten Vortrag ausgelobt. Der "Best Paper Award" gesponsort von EBSCO, Lange&Springer ist verbunden mit einem Preisgeld von 1.000 DM. Der Vortrag wird zudem in der Bibliothekszeitschrift "nfd Information Wissenschaft und Praxis" abgedruckt.

Das ausführliche Tagungsprogramm wird allen ASpB-Mitgliedern unaufgefordert zugeschickt. Weitere Interessenten können das Programm bei der Geschäftsstelle (e.salz@fz-juelich.de) anfordern oder sich auf der Homepage der ASpB www.aspb.de über das Programm informieren.


91. Deutscher Bibliothekartag 2001 in Bielefeld

Vom 2. bis 5. April 2001 findet der 91. Deutsche Bibliothekartag in Bielefeld statt. Das Motto dieser zentralen Fortbildungsveranstaltung für Bibibliothekarinnen und Bibliothekare wissenschaftlicher und öffentlicher Bibliotheken ist "Bibliotheken Portale des globalen Wissens". Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (DBV) veranstaltet gleichzeitig seine Jahrestagung.

Über 2.500 in- und ausländische Fachkolleginnen und -kollegen werden erwartet. Ca. 150 Firmen aus dem Bibliotheks- und Verlagsbereich und der Informationsindustrie präsentieren ihre Dienstleistungen in einer Ausstellung.

Der Bibliothekartag wird einen umfassenden Einblick nicht nur in die Leistungsdichte deutscher Bibliotheken geben sondern auch über künftige Angebote nach dem neuesten Stand der Informationstechnologie berichten. Dabei wird sowohl die traditionelle Buchkultur als auch die Hightechwelt der Bibliotheken des 21. Jahrhundert im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen stehen. So sind zum Beispiel folgende Themen geplant: Visionen und Strategien zukünftiger Informationsversorgung, Anforderungen an Portale, jüngste internationale Entwicklungen in Bibliotheken, integrierte Erschließung vernetzter Ressourcen und ecommerce.

An den Veranstaltungen der Fachtagung werden sich eine Reihe von Ausstellern maßgeblich beteiligen. Die Tagungsorte in Bielefeld liegen im Zentrum der Stadt. Die Stadthalle, die Ravensberger Spinnerei und der Ratssaal im Neuen Rathaus sind für das vielfältige Programm vorgesehen.

Die veranstaltenden Verbände, der Verein Deutscher Bibliothekare e.V. (VDB) und der Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB) haben die Universitätsbibliothek Bielefeld mit der Organisation beauftragt.

Das detaillierte Programm wird in Kürze im Internet unter der Adresse www.bibliothekartag.de zur Verfügung stehen. Ansprechpartnerinnen in der Universitätsbibliothek sind: Frau Grevelding (Sekretariat), Urte Kramer und Barbara Knorn.


17. Infobase im Mai 2001 in Frankfurt/Main

"Turning Knowledge into Business" lautet das Motto der Infobase 2001, die im kommenden Jahr vom 8. bis 10. Mai in Frankfurt stattfindet. Im Mittelpunkt steht der interne Workflow von Unternehmen und Institutionen, denn effektives Wissensmanagement und intelligente Vernetzung aller Unternehmensbereiche gewinnen gerade angesichts der Globalisierung der Märkte immer mehr an Bedeutung. Die Infobase baut damit ihren Schwerpunkt zu den Themen Content, Consulting und Business Solutions für die drei Unternehmensbereiche Einkauf (buyside), internes Wissensmanagement (inside) und Vertrieb (sellside) weiter aus. Sie bietet Lösungskonzepte, wie sie zur Zeit von Unternehmen gefordert werden, um am Markt bestehen zu können. Die auf der Messe präsentierten Konzepte decken die gesamte Wertschöpfungskette ab von den Info Diensten zur Beratung, bis hin zu den Software-tools, Service und Support.

Parallel zur Infobase findet die Online-Tagung der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis (DGI e.V.) statt. Unter dem Motto "Information Research & Content Management: Orientierung, Ordnung und Organisation im Wissensmarkt" ergänzt und begleitet der Fachkongress den Schwerpunkt der Infobase 2001.

Messe Frankfurt GmbH
Objektbereich KF-2
Christoph Opper / Philipp von Westerholt
D-60327 Frankfurt
infobase@messefrankfurt.com
www.infobase.de


Sekretariat IFLA 2003 Berlin personell neu besetzt

Nach dem überraschenden Rücktritt von Herrn Dr. Hartmut Walravens (Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz) als Generalsekretär für die Organisation der IFLA-Generalkonferenz 2003 in Berlin, gelang es der Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände e.V. (BDB) als Veranstalter der Konferenz gemeinsam mit der Staatsbibliothek zu Berlin, diese Position wieder neu zu besetzen.

Mit Frau Barbara Schleihagen (frühere Direktorin der EBLIDA) konnte eine fachlich hochqualifizierte und international angesehene Persönlichkeit gefunden werden, die das Amt der Generalsekretärin in einem Arbeitsverhältnis mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz seit dem 14. September 2000 innehat. Ihr zur Seite steht als Konferenz-Koordinator Herr Christoph Albers, der zuvor im Arbeitsbereich Europäische Bibliotheksangelegenheiten des Deutschen Bibliotheksinstituts bereits bei der Bewerbung zur Ausrichtung der Konferenz mitgewirkt hatte.

Frau Schleihagen und Herr Albers nahmen in ihrer neuen Funktion bereits an der diesjährigen IFLA-Generalkonferenz vom 12.-19. August in Jerusalem teil und führten dort Gespräche mit der IFLA-Präsidentin, dem IFLA-Headquarters, dem israelischen Organisationskomitee und dem Unternehmen, das die zugehörige Fachausstellung in Jerusalem organisierte.

Zur Ankündigung der Konferenz 2003 in Berlin mit dem Thema "Access Point Library: Media Information Culture" wurde ein Leaflet erstellt, das an die Konferenzteilnehmer verteilt wurde und auch an die IFLA-Mitglieder in Deutschland geschickt werden soll.

SEKRETARIAT IFLA 2003 BERLIN
c/o Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Potsdamer Str. 33, D-10785 BERLIN
Frau Barbara Schleihagen (Generalsekretärin)
Tel.: (030) 26 55 88 52; Fax: 26 55 88 53
Herr Christoph Albers (Konferenz-Koordinator)
Tel.: (030) 26 55 88 74; Fax: 26 55 88 75