8. März 2021

Die Sozialgeschichte der deutschen
Buchdruckergehilfen 1440 bis 1933

Ein Zufall war es, der das Entstehen dieser Arbeit ausgelöst hat. Eigentlich sollte in der Publikation ,,Wiesbadens Pressegeschichte’’ in einem nur schmalen Kapitel auch der Setzer und Drucker gedacht werden, die mit ihrer Hände Arbeit die Wiesbadener Rotationsmaschinen zum Laufen brachten.

Schon bald aber offenbarte sich eine überaus günstige Quellenlage. Die zahlreichen schriftlichen Zeugnisse deckten zwar den gesamten zu bearbeitenden Zeitraum ab, eine zusammenhängende Darstellung fand sich aber nicht. Der Reiz, aus dem reichlich vorhandenem Material die sozialen Verhältnisse der deutschen Buchdruckergehilfen für den Zeitraum von 1440 bis 1933 durchgehend aufzuzeigen, rief den gelernten Schriftsetzer zur Tat.

Es sei vorausgeschickt, dass unter dem Begriff ,,Buchdrucker’’ die Masse der Handsetzer, die Drucker, ab der Wende zum 20. Jahrhundert auch die Maschinensetzer, die Lithographen, die Korrektoren, die Stereotypeure und die Galvanoplastiker verstanden wurden. Nicht dazu gehörten die Steindrucker, die Buchbinder und die Hilfsarbeiter. ,,Buchdrucker’’ nannten sich nicht nur die Gehilfen, sondern auch die Inhaber von Druckereien.

Die Gewerkschaft der Buchdruckergehilfen (von 1866 bis 1878 unter dem Namen „Deutscher Buchdruckerverband der Gehilfen”, während des Bismarck’schen Sozialistengesetzes von 1878 bis 1892 „Unterstützungsverein Deutscher Buchdrucker” und von da an bis 1933 „Verband der Deutschen Buchdrucker”) unterschied sich signifikant von den … [Buch kostenlos herunterladen ]

642 Seiten; ISBN 3-922027-82-2