24. April 2018

b.i.t.online   5 / 2016
Nachrichtenbeiträge

http://adlr.link  frei

Der neue FID für die Medien-, Kommunikations- und Filmwissenschaften

Sebastian Stoppe
Nach der Einstellung des ehemaligen Sondersammelgebietes „Kommunikations- und Medienwissenschaft, Publizistik” wird seit Herbst 2014 an der Universitätsbibliothek Leipzig die Entwicklung des Fachinformationsdienstes (FID) „adlr.link” vorangetrieben. Ziel des neuen FID ist nicht mehr der möglichst komplette Bestandsaufbau von Fachliteratur, sondern die rasche und unkomplizierte Lieferung von gedruckten und
elektronischen Texten sowie Informationen aus anderen Quellen. adlr.link wird im Rahmen des Förderprogramms „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft” von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Seit dem 31. März 2016 ist das Suchportal verfügbar. Die Basissuche funktioniert ohne Anmeldung. Alle darüber hinausgehenden Dienstleistungen bedürfen einer Registrierung.

Simplify your digital life
nestor-AG Personal Digital Archiving gegründet  frei

Martin Iordanidis, Achim Oßwald und Natascha Schumann
Das deutsche Kompetenznetzwerk nestor stellt seit Jahren hilfreiche Informationen über das Web im Rahmen von Informations- veranstaltungen sowie auf mehrtägigen Events für die fachliche Weiterbildung zum Thema digitale Langzeitarchivierung (LZA) zur Verfügung. Neue Themenfelder im Bereich LZA werden regelmäßig durch Arbeitsgruppen (AGs) aufgegriffen, in denen sich Expertinnen und Experten sowie weitere Interessierte projektbezogen zusammenfinden. In den nestor-AGs werden Sachverhalte
und Themen aus dem Gebiet der LZA eingehender bearbeitet. Die Ergebnisse der jeweiligen AG-Tätigkeit werden frei verfügbar zugänglich gemacht. Zum Teil bildeten diese Materialien in der Vergangenheit auch die Grundlage von einschlägigen Normungsaktivitäten. Aktuell gibt es bei nestor elf AGs. Zuletzt hat sich eine nestor-AG zum Thema „Personal Digital Archiving” (PDA) gegründet, deren aktuelle Ziele und Vorhaben hier in einem kurzen Überblick vorgestellt werden.

Automatisierte Bearbeitung von Buchbestellungen der gebenden Fernleihe an der SUB Göttingen:
Verbuchung in MyBib eDoc®  frei

Reinhard Harms und Kerstin Helmkamp
Seit 2013 hat die Niedersächsische Staats- und Universitäts- bibliothek Göttingen (SUB Göttingen) in der Fernleihe drei Projekte zur systematischen Weiterentwicklung der lokalen Bestellverwaltungs- und Liefersoftware MyBib eDoc® gemeinsam mit der Verbundzentrale des GBV (VZG) und der Firma ImageWare Components GmbH durchgeführt. Zu den Projektzielen gehörten die Optimierung von Services und die Automatisierung bisher manuell ausgeführter Arbeiten zur Personalentlastung durch Vereinfachung und Beschleunigung.
Dies gilt auch für das 2016 abgeschlossene Projekt „Automatisierte Bearbeitung von Buchbestellungen im Rahmen der gebenden Fernleihe: Verbuchung in MyBib eDoc®”. Wesentliche Voraussetzung war die Verknüpfung von MyBib eDoc® mit dem lokalen Ausleihsystem PICA OUS der SUB Göttingen über die Schnittstelle SIP 2 mithilfe eines eigens programmierten PlugX-Connectors. Im Ergebnis erfolgt die Verbuchung von Medien der gebenden Fernleihe in nur einem System deutlich schneller und weniger fehleranfällig.

E-Books in der Bibliothekserwerbung und Bestandsentwicklung  frei

Michael Zeoli
Gedruckte und digitale Inhalte als zwei Welten zu behandeln, war überall üblich: bei Verlagen, Bibliotheken und Anbietern. Zwei Faktoren machten diesen Ansatz jedoch nicht mehr nachhaltig:
  • Wissenschaftliche Bibliotheken duplizieren keine Titelkäufe – in der Regel wird nur ein Exemplar eines Titels erworben.
  • Das umfassende Angebot von erworbenen Titeln ist von wesentlicher Bedeutung – unabhängig vom Format.
  • E-Book-Erwerbung und Zugangsmodelle umgehen die Einschränkung der Nutzung von gedruckten Büchern.

  • Wo bin ich? Mit dem Handy durch Bücherregale navigieren  frei

    Bisher konnte man sich mit dem Smartphone nur draußen orientieren, jetzt ist das auch drinnen möglich –
    durch iBeacons. Die TH Wildau macht vor, wie Bibliotheken die neue Technik für sich nutzen können

    Marion Koch
    Ein ganz normaler Tag an der Technischen Hochschule Wildau. Studenten wandern durch die Bibliothek, unterhalten sich leise, blättern in Büchern, als Janett Mohnke mit ihrem Smartphone durch das Gebäude tourt, um zu demonstrieren, wie die neue Hochschul-App funktioniert, die innovative Software, die man sich auf das Handy laden kann und die das vermag, was in Deutschland bisher so gut wie einzigartig ist.
    Zwei Jahre hat die Professorin für Informatik mit ihrem Team daran gearbeitet. Auf dem Bildschirm des Handys erscheint, was viele Nutzer von Google Maps kennen: Durch einen blauen Punkt gekennzeichnet sieht man, wo man sich auf dem virtuellen Lageplan befindet. Von dort bekommt man den kürzesten Weg zum Ziel angezeigt. Eine rote Linie schlängelt sich bis zum IT-Regal, in dem das gewünschte Buch steht.