20. April 2018

b.i.t.online   5 / 2017
Fachbeiträge

Wie Forschungsdaten die Bibliothek verändern

Erfahrungen aus der ETH-Bibliothek

Matthias Töwe
„Sind Forschungsdaten ein Thema für Bibliotheken?”
Diese oder ähnlich formulierte Fragen beschäftigten wissenschaftliche Bibliotheken in den vergangenen Jahren. Viele Bibliotheken in Hochschule und Forschung haben diese Frage für sich längst beantwortet und Dienstleistungen zum
Forschungsdatenmanagement aufgebaut, weitere sind daran, ihre Rolle zu finden. Welche Aspekte adressiert werden, hängt von den lokalen Voraussetzungen ab, so dass sich die Dienstleistungen und die damit verbundenen Herausforderungen spürbar unterscheiden können.

BibTip-Beacon – ein neuer ortsbezogener Informationskanal
an der KIT-Bibliothek

Uwe Dierolf, Marcus Spiering
Wie viele andere wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken nutzt auch die KIT-Bibliothek als die zentrale Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) verschiedene Informationskanäle, um aktuelle Meldungen, Hinweise auf Veranstaltungen wie Coffee Lectures oder andere Schulungen, die im Rahmen des
Informationskompetenzkonzeptes angeboten werden, an ihre Nutzer zeitnah zu übermitteln. Gerade auch das Einspielen von Meldungen in die sozialen Medien (Facebook, Twitter) erreicht viele Nutzer. Alle bisher praktizierten Vorgehensweisen haben jedoch einen Nachteil – man erreicht die Nutzer nur global.

Deep Learning lernen

Ob als Fachleute, aber auch als Konsumenten oder Bürgerinnen und Bürger:
Es erscheint angeraten und nötig, sich ein kompetentes Bild von den neuen Verfahren,
seinen Möglichkeiten und Grenzen zu machen

Stefan Geißler
Der Standford-Ökonom Tony Seba beginnt seine Vorträge über disruptive Entwicklungen gerne mit einem Foto einer Straßenszene in New York vom Beginn des letzten Jahrhunderts. „Wo ist das Auto?” fragt er seine Zuhörer, und tatsächlich, irgendwo im bunten Treiben von Passanten, Pferden und Kutschen steht eines dieser neuen Fahrzeuge.
Dann wird übergeblendet auf dieselbe Szenerie ein paar Jahre später und die Frage lautet „Wo ist das Pferd?”. In wenigen Jahren hatte sich der Verkehr fast völlig gewandelt, nicht graduell sondern eben disruptiv. Das Neue hatte sich in kurzer Zeit neben das Alte geschoben und es vielerorts bereits hinter sich gelassen.