22. September 2018
  NEWS

APE 2012: Verleger diskutieren ihre neue Rolle
in der Wissenschaftskommunikation

Hochrangig besetztes Forum tauscht sich über die Gegenwart und Zukunft
des wissenschaftlichen Publizierens zwischen Open Access,
Datentsunami und Qualitätssicherung aus

In zwei Wochen ist es so weit: Zum 7. Mal in Folge treffen sich am 24. und 25. Januar in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin wissenschaftliche Verleger mit Wissenschaftlern, Vertretern der EU, Bibliothekaren, Informationsspezialisten und Technologiefirmen zur Fachkonferenz APE 2012 "Semantic Web, Data & Publishing". Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan hat die Schirmherrschaft übernommen.

2006 als Forum für die damals heftig geführte Diskussion über Open Access (OA) eingerichtet, werden auf der APE heute die neuesten technischen Entwicklungen in der webbasierten wissenschaftlichen Information und Kommunikation im Kontext politischer Entwicklungen sowie ökonomischer Chancen und Herausforderungen für Verlage vorgestellt und diskutiert. Inzwischen zeigen große Verlagshäuser und kleinere Universitätsverlage wie man neue Geschäftsmodelle im Web erfolgreich umsetzt. Open Access steht nach wie vor auf der Agenda. Im reichhaltigen Programm der APE 2012 wird mehrmals darauf eingegangen. Konferenzsprache ist Englisch.

Ein großes Thema in diesem Jahr ist die Verknüpfung interner und externer Datenquellen und hier vor allem von Datensammlungen (Data Collections) mit Publikationen (Interoperabilität, Content Enrichment, Data Mining). Der Datentsunami, der aus dem Web über die Welt schwappt, wirft die brennenden Fragen auf, wer für die Qualität von Daten verantwortlich ist und wo sie nachhaltig gespeichert werden.

In den Vorträgen der APE 2012, unter anderen von Prof. Dr. Jean-Claude Burgelman als Vertreter der Europäischen Kommission, Prof. Dr. Bernard F. Schutz vom MPI für Gravitationsphysik (Albert Einstein Institut), Derk Haank, CEO von Springer Science+Business Media und Dr. Fred Dylla, Executive Director and CEO des angesehenen American Institute of Physics werden diese und weitere spannende Fragen rund um die neue Rolle der Verlage in der wissenschaftlichen Kommunikation angesprochen.

Wohin die Branche geht und welche technologischen Herausforderungen auf sie zukommen, beantwortet Mark Ware, Analyst bei Outsell, mit einem Trendbericht. Dr. Nick Fowler, Strategiechef von Elsevier, spricht über die Vermessung von Forschungsergebnissen.

In weiteren Sitzungen werden das Ende des ,Semantic Web' sowie die Probleme der Suchmaschinen für das Auffinden von Informationen diskutiert. Hier sprechen u.a. Prof. Dr. Stefan Gradmann (Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Sven Fund, CEO von De Gruyter und Prof. Dr. Felix Sazaki, Leiter des W3C Germany Austrian Center im DFKI Berlin.

Am Vortag der APE 2012, dem 23. Januar, wird ein thematisch passender Aus- und Weiterbildungskurs "Hands-On" für jüngere Verlagsmitarbeiter, Bibliothekare, Informationsspezialisten und Studierende angeboten.

Die APE Konferenzen wurden vom wissenschaftlichen Verleger Arnoud de Kemp initiiert. APE 2012 wurde von einer hochkarätigen Programmkommission entwickelt und wird vom Kongressbüro von digiprimo in Heidelberg organisiert. APE 2012 wird von einer Reihe von internationalen Verbänden und Verlagshäusern unterstützt.

Das vollständige Programm und Anmeldeinformationen stehen auf der Konferenzwebseite der APE 2012 im Web: http://www.ape2012.eu/index.html


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