21. Januar 2018
  NEWS

Sechs Labore unter einem Dach

Das FZI House of Living Labs vernetzt
Forschung und Entwicklung in Informatik

Mit dem FZI House of Living Labs (HoLL) definiert das FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe Technologie- und Wissenstransfer in Informatik neu / Bundesweit bislang einmaliges  Technologietransferhaus mit sechs themenorientierten Laboren unter einem Dach verbindet wissenschaftliche Kompetenzen verschiedener Fachrichtungen mit Forschungs- und Erfahrungswissen aus der Praxis / Für die Erprobung neuer Informatik-Anwendungen stehen neueste IKT-Technologien aus der späteren Einsatzumgebung bereit – vernetzt und verbaut in Fahrzeugen, Gebäuden und technischen Geräten / Synergien sollen Forschungs- und Entwicklungsvorsprung bringen; die Einrichtung wird vor allem auch der mittelständischen Wirtschaft zugutekommen.

Im neuen FZI House of Living Labs (HoLL), das am Freitag den 27. April in Karlsruhe eröffnet wird, kann man sehen und anfassen, wie aus Erkenntnissen der Informatik Technik für die Zukunft wird. Auf über 2000 Quadratmetern hat das FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe sechs themenorientierte Labore zur Erforschung und Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen zu einem bundesweit bislang einmaligen Technologietransferhaus zusammengeführt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des FZI können hier gemeinsam mit ihren Forschungspartnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft neue Informatik-Anwendungen entwickeln, erproben und bis zur Marktreife führen. Das FZI House of Living Labs unterstützt sie bei ihrer Anwendungsforschung durch modernste technische Ausstattung mit mobilen und stationären Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie Fahrzeugen, Geräten und Gebäudetechnik. Diese integrierte Forschungsumgebung ermöglicht es, die neuen Lösungsansätze, in dem Umfeld zu erproben, in dem sie später eingesetzt werden sollen.

Das FZI House of Living Labs verbindet die sechs FZI Living Labs Service Robotics, Industrial Automation, Ambient Assisted Living (AAL), Automotive, Energy Management und mobileIT/SatNav. Neben der spezifischen Anwendungsforschung in den genannten Themenfeldern arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam an den übergreifenden Forschungsschwerpunkten smartMobility, smartEnergy, smartAutomation und smartHome.

Durch die Zusammenführung der Labore unter einem Dach will das FZI Synergien zwischen den wissenschaftlichen Forschungsrichtungen der Informatik aktivieren. Die Vernetzung soll die Problemlösung beschleunigen und an den Schnittstellen Innovationen hervorbringen, die erst durch die disziplin- und branchenübergreifende Forschung und Entwicklung sichtbar werden.

Vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) soll mit dem FZI House of Living Labs die Möglichkeit geboten werden, ihre Ideen und Produkte mit der Wissenschaft zu diskutieren, Lösungen unterstützt durch neuestes universitäres Fachwissen und aktuellste Technologien zu entwickeln und schon vor der Markteinführung im späteren Einsatzumfeld zu erproben. Das FZI schafft für seine  Partner so die Möglichkeit, Forschungs- und Entwicklungsvorsprung zu gewinnen.

Das FZI House of Living Labs wird gefördert durch die Europäische Union – Europäischer Fond für regionale Entwicklung und durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg. Die Eröffnung findet im Rahmen der Feierlichkeiten zum Landesjubiläum Baden-Württemberg 2012 statt.

Eröffnung am 27. April mit Informatik-Forschung, die begeistert
Eingebettet in ein Festprogramm mit zahlreichen Fachvorträgen von FZI-Forschungspartnern aus Wirtschaft und Politik zeigt das FZI House of Living Labs bei der Eröffnung am 27. April Informatik-Anwendungsforschung, die begeistert: Auf dem Flur begegnet man einem Segway. Das Gefährt ist allerdings ohne Fahrer unterwegs. Es holt ihn gerade ab. In der gemütlichen Seniorenwohnung nebenan steckt in Möbeln, Fernseher, Fußboden und Türrahmen Sensorik und Kommunikationstechnik, die Menschen bei der Lebensführung im Alltag unterstützt. Eine Tür weiter ist ein Pflegedienstzimmer eingerichtet. Dort werden mobile und stationäre Informationslösungen für das Sozial- und Gesundheitswesen erprobt. Im Hof vor dem FZI Living Lab Automotive, einem der sechs unter dem Dach des HoLL zusammengeführten F&E-Labore, parkt ein silberner Audi Q5 ohne Fahrer selbstständig ein. An der Photovoltaikanlage des HoLL wird gerade ein Elektrofahrzeug aufgeladen, weil im Moment kaum andere Verbraucher Strom aus der Energiequelle beziehen. Ein intelligentes Energiemanagementsystem steuert den Vorgang und zeigt ihn auf einem interaktiven Bildschirm an. HoLLiE, die intelligente autonome Roboterdame aus dem FZI Living Lab Service Robotics, begrüßt die Gäste persönlich und bietet Hol- und Bringdienste an. Ihre Nachfolger werden in nicht mehr allzu ferner Zukunft Menschen im Haushalt bei der Ausführung vieler alltäglicher Arbeiten helfen. HoLLiEs Roboterkollege aus dem FZI Living Lab Industrial Automation kann mit neuen Techniken Industrieunternehmen beim Verpacken von Produkten helfen. Hier wird auch am Beispiel von Mehrtanksystemen und einer Abfüllanlage gezeigt, wie in hochvernetzten Anlagen der Prozessautomatisierung ein komplexes Netzwerk von Sensoren, Aktoren und Steuerungen in einer intelligenten und sicheren Produktionssteuerung zusammenarbeitet. Mobile-IT-Lösungen und eine Augmented-Reality-Anwendung kann man im FZI Living Lab mobileIT/SatNav entdecken. Zahlreiche weitere Einblicke in die aktuelle Forschung zeigt das FZI in allen sechs FZI Living Labs, die an der Eröffnung für die geladenen Gäste geöffnet sind. FZI-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter erklären Ihnen ihre Forschung und Entwicklung.

www.house-of-living-labs.de


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