20. Juni 2018
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Geschenkte Briefe

Gerhart Baumanns Nachlass in der Badischen Landesbibliothek

Die Badische Landesbibliothek ist um ein wichtiges Zeitzeugnis reicher. Die Witwe des in Karlsruhe geborenen Germanisten Gerhart Baumann (1920-2006) überließ der Landesbibliothek das schriftliche Erbe ihres Mannes zur Aufbewahrung.

Spannend ist Baumanns Nachlass aufgrund seiner Bekanntschaft mit großen Literaten der Nachkriegszeit. So findet man neben Notizen zu seiner Forschung auch hochinteressante Korrespondenz. Besonders bedeutsam sind seine Briefwechsel mit deutschsprachigen Dichtern der Bukowina: Briefe der Czernowitzer Dichter Paul Celan, Rose Ausländer und anderer lassen sich hier im Original bestaunen. Daneben pflegte Baumann auch Kontakt zu weiteren großen Persönlichkeiten seiner Zeit, etwa dem Literaturnobelpreisträger Elias Canetti, der in Karlsruhe geborenen Dichterin Marie-Luise Kaschnitz oder dem Philosophen Martin Heidegger, von denen sich ebenfalls Briefe im Nachlass befinden.

Die große Bedeutung des Nachlasses liegt in der Dokumentation eines literarischen Netzwerkes, das die Literaturlandschaft Deutschlands seiner Zeit beispielhaft widerspiegelt. Die Badische Landesbibliothek wird den Nachlass nach modernen Richtlinien online erschließen und so der Öffentlichkeit zugänglich machen.


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