20. Oktober 2018
  NEWS

Talentbörse und Zukunftslabor

Seit 65 Jahren treibt die ekz.bibliotheksservice GmbH
Innovationen für die Bibliotheksbranche voran

Der Künstler Prof. Karl-Urlich Nuss signiert die Skulpturen „Bibliotheken bewegen“, welche sich die ekz anlässlich ihres 65. Bestehens „geschenkt“ hat und die nun vor dem Firmengebäude in Reutlingen stehen. ekz-Geschäftsführer Dr. Jörg Meyer beobachtet ihn dabei interessiert.

„Bibliotheken bewegen“ – so lautet der Titel für die Bronzeskulptur von Prof. Karl-Ulrich Nuss, die sich die Reutlinger ekz.bibliotheksservice GmbH zu ihrem 65. Geburtstag geschenkt hat. Sie steht direkt vor dem Firmengebäude und ist Programm für das, was der Komplettanbieter für Bibliotheken mit Medien, Ausstattung, neuen Technologien, digitalen Inhalten und fachlicher Kompetenz bietet.

„Neben dem klassischen Bibliotheksgeschäft tragen unsere technologisch ausgerichteten Tochterunternehmen immer stärker zum Erfolg der ekz-Gruppe bei. Insbesondere das Geschäft mit Transpondertechnologie für Selbstverbuchungsautomaten und die digitale Ausleihplattform „Onleihe“ unserer Tochter divibib GmbH entwickeln sich sehr erfreulich. Schon mehr als 400 digitale Ausleihen sind inzwischen im deutschsprachigen Raum in Betrieb und bis zum Jahresende wird ihre Zahl auf mehr als 500 steigen.“ So beschreibt Geschäftsführer Dr. Jörg Meyer die jüngsten Entwicklungen bei der ekz, die im Jubiläumsjahr gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen divibib, Transponder-Spezialist EasyCheck, der NORIS Transportverpackung GmbH und dem Downloadportal www.sofortwelten.de der 4Readers als ekz-Gruppe auftritt. Sie vereint innovative Unternehmen der Bibliotheks- und Medienbranche.

„Gerade der digitale Wandel gibt Bibliotheken heute ein anderes Gesicht. Sie sind immer weniger Aufbewahrungsstätten für Bücher, sondern werden zum Aufenthalts- und Lernort mit Erlebnischarakter;“ schildert Andreas Mittrowann, Bibliothekarischer Direktor der ekz, die aktuelle Lage. Immer mehr Menschen leihen sich E-Books, Musik, Videos oder Zeitschriften online aus, nutzen jedoch weiterhin die Bibliothek zum Lernen, zum Arbeiten, zum Recherchieren oder zur Entspannung und Unterhaltung. So sind die Besucherzahlen deutscher Bibliotheken im vergangenen Jahr auf über 200 Millionen gestiegen – mehr als Kinogänger oder Besucher der Bundesligaspiele. Dabei sind ungewöhnliche Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten gefragt ebenso wie Zonen, in denen auch Gruppen ungestört kommunizieren können. Beobachten lässt sich diese Entwicklung auch in der neuen im vergangenen Herbst eröffneten Stuttgarter Bibliothek, die von der ekz eingerichtet wurde. Weitere Beispiele sind die Bibliothek in Bayreuth im „RW21“, die Stadtbibliothek Bielefeld, die Stadtbibliothek Garbsen oder die neue Leipziger Stadtbibliothek, die Ende Oktober 2012 – ebenfalls mit ekz-Ausstattung – den Besuchern zur Verfügung steht.

Über das Projekt in Leipzig hat sich die ekz ganz besonders gefreut. Mit ihrem Engagement in der Messestadt kehrt sie auch ein bisschen zu ihren Wurzeln zurück: Schließlich entstand der Bibliotheksdienstleister 1947 aus den Restbeständen des Leipziger „Einkaufshauses für Büchereien“, dessen Bücherlager in den Wirren des Zweiten Weltkriegs nach Reutlingen kam.

Ein außergewöhnlicher Auftrag erreichte die ekz aus dem westafrikanischen Ghana: Sie lieferte Medien und Möbel für das Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre in der Hauptstadt Accra. Die Verantwortlichen in Ghana entschieden sich für das ekz-Regalsystem R.1 und auch das Büro von Kofi Annan wurde mit hochwertigen Büromöbeln eingerichtet. Ghanas Vizepräsident John Dramani Mahama eröffnete am 1. Juni 2012 die Bibliothek des Kofi Annan Training Centres.

Um mit kreativen Ideen das Thema „Bibliothek als Ort zum Leben, Lernen und Arbeiten“ voranzutreiben sowie umfassende Dienstleistungen im digitalen Bereich bis hin zu Fortbildungsveranstaltungen für Führungskräfte, zu E-Books, zu Konsolenspielen oder gar zu Bbliothekskonzeptionen anbieten zu können, werden Experten verschiedener Branchen wie Architekten, Bibliothekare, Buchbinder, Buchhändler, Designer, EDV-Spezialisten, Innenarchitekten, Kaufleute und Organisationsexperten immer wichtiger für die ekz. Nachwuchsförderung spielt daher eine zentrale Rolle. Aktuell bildet die ekz acht junge Leute in verschiedenen Ausbildungsberufen aus, ab September 2012 werden es sogar zwölf sein. Diese setzen ihre Kenntnisse in der Juniorenfirma biblioquest eigenverantwortlich um, vertreiben dort Produkte für Kinderbibliotheken und üben so schon heute unternehmerisches Denken. Aber auch mit dem ekz-Masterpreis, dem IFLA LIS Paper Award oder dem Ideenwettbewerb 2011 zur Gestaltung einer Jugendbibliothek fördert die ekz unterschiedliche Talente. Die Aufstiegschancen innerhalb der ekz-Gruppe sind ebenfalls hervorragend: Einige der heutigen Führungskräfte haben einmal als Azubis in der Bismarckstraße angefangen ...

Im Geschäftsjahr 2011 konnte die ekz-Firmengruppe ihren Jahresumsatz weiter steigern und kommt nun auf mehr als 48 Millionen EUR: Sie beschäftigt inzwischen über 270 Mitarbeiter. Insgesamt hat die ekz rund 10.000 Kunden in Europa, dazu zählen auch Behörden-, Firmen, Schul- und wissenschaftliche Bibliotheken.

www.ekz.de


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