18. Mai 2022
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 3/2022 (Mai 2022) lesen Sie u.a.:

  • Bücherverbote und Bedrohungen nehmen in US-Bib­lio­theken rasant zu
  • Ukraine-Krieg verstärkt Informationsbedürfnis und erhöht die Sorge vor Cyberangriffen?
  • Die Auswirkungen von nicht-linearen Texten, Hyperlinks und oberflächlichem Lesen auf das Textverständnis
  • Mobiltechnologie und ihre Folgen für den Lärmpegel in wissenschaftlichen Bibliotheken
  • KI: immer schneller, besser und kostengünstiger, aber ethische Bedenken nehmen ebenfalls zu
  • Mögliche Folgen der KI auf die Bibliotheksarbeit
  • Studie zu Predatory Journals und Konferenzen: kein marginales Thema
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 2 / 2022

BUCHWISSEN­SCHAFTEN
Bedroht! Geschichte der Zerstörung und Bewahrung des Wissens

RECHT
Juristen jüdischer Herkunft | Betriebs­verfassungsgesetz | Insolvenzrecht | Zivilprozessrecht| Arbeitsrecht | Bürgerliches Recht

LANDESKUNDE
Russland und Zentralasien | Türkei | Japan | Iran | Bangladesch

MEDIZIN | GESUNDHEIT
Ernährungspolitik. Lebensmittellobby

uvm

Berlin braucht leistungsfähige Öffentliche Bibliotheken

In den vergangenen Tagen berichtete die Presse über politische Kontroversen mit Blick auf Konzepte und mögliche Standorte für die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB).

Dessen ungeachtet ist es aus Sicht des Berliner Landesverbandes im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) unerlässlich, dass die ZLB so rasch wie möglich neue, moderne Räumlichkeiten erhält. „Die bisherige Aufteilung der ZLB auf mehrere Gebäude, die konzeptionell und hinsichtlich der Bausubstanz eine zeitgemäße Nutzung nicht zulassen, ist kaum mehr tragbar. Berlin braucht eine moderne Zentralbibliothek an einem Standort. Andere europäische Metropolen wie Amsterdam oder Paris haben dies längst erkannt und entsprechend reagiert. Ihre Bibliotheken erfreuen sich größter Beliebtheit und sind unverzichtbare Bildungs- und Kultureinrichtungen in ihren Metropolregionen", so der Vorsitzende des Berliner dbv-Landesverbandes, Alfred-Mario Molter.

Die Entscheidung über Konzept und Standort solle allein von fachlichen Kriterien geleitet sein. Die Attraktivität einer Bibliothek hänge ganz maßgeblich von der Qualität der Räumlichkeiten und ihrer Lage im Stadtumfeld ab. Bibliotheken seien auch und gerade im Internetzeitalter wichtige Orte der Begegnung, des Lernens und des geistigen Austausches.

Er hoffe, so der langjährige Kulturpolitiker weiter, dass die aktuelle Diskussion über die ZLB die dringend notwendige Neuausrichtung und Modernisierung des Systems der chronisch unterfinanzierten Öffentlichen Bibliotheken Berlins nicht behindere: „Wir betrachten die Entscheidung zugunsten eines modernen Standortes für die ZLB als ein wichtiges politisches Signal für eine Aufwertung der Berliner Öffentlichen Bibliotheken insgesamt. Ein solcher Schritt ist längst überfällig. Die aktuelle politische Debatte über die ZLB sehen wir daher ebenso kritisch wie die erheblichen Kürzungen der Ausgaben für Öffentliche Bibliotheken in zahlreichen Berliner Bezirken. Berlin braucht gute Bibliotheken als Baustein eines leistungsfähigen Bildungssystems“, so Molter abschließend.

Dem Berliner Bibliotheksverband gehören derzeit mehr als hundert Bibliotheken an. Die Bandbreite reicht von den Stadtbibliotheken in den zwölf Bezirken über die wissenschaftlichen Bibliotheken in den Hoch- und Fachschulen bis zur Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, der größten Universalbibliothek in Deutschland.

Deutscher Bibliotheksverband e.V., Landesverband Berlin
Alfred-Mario Molter, Vorsitzender, Tel. (01 73) 6 21 78 18
E-Mail: ammolter@ammolter.de
Stefan Rogge, Geschäftsführender Vorsitzender, Tel.: (0 30) 9 01 83 34 24
E-Mail: stefan.rogge@ba-mitte.verwalt-berlin.de