26. April 2018
  NEWS

„Galileis denkende Hand“

Soeben erschien bei De Gruyter Horst Bredekamps Neufassung von „Galilei der Künstler“


Galileo's O
Hrsg. v. Horst Bredekamp,
Volume IV
Horst Bredekamp
Galileis denkende Hand
Form und Forschung um 1600
Gebunden. € 99,95. Auch als eBook erhältlich
ISBN 978-3-11-041457-8

http://www.degruyter.com/

Vor einem Jahr, am 16. Dezember 2013, veröffentlichte die Zeitschrift New Yorker einen Artikel, in dem die Buchfälschungen des Italieners Massimo de Caro aufgedeckt und in ihrem kulturellen und psychologischen Kontext gedeutet wurden. Im Zentrum stand jenes Exemplar von Galileo Galileis „Sternenboten“ (Siderus Nuncius) von 1610, das von dem Berliner Kunsthistoriker Horst Bredekamp gemeinsam mit einem hochkarätigen Team aus Geistes-und Naturwissenschaftlern irrtümlicherweise als Druckfahnen-Exemplar identifiziert worden war.

Der Artikel löste eine über Wochen anhaltende Polemik aus, die weit über den Fall hinaus die Methoden einer modernen Bild-und Buchgeschichte in Zweifel zogen. In der Zwischenzeit hat der Fälscher bekundet, die Forschungen Bredekamps für seine Fälschungen genutzt zu haben, so dass er in den simulierten Zeichnungen auf die Ergebnisse seiner eigenen Untersuchungen traf.

Auf den Tag genau ein Jahr nach dem Artikel des New Yorker legt Horst Bredekamp nun die Antwort vor. Unter dem Titel „Galileis denkende Hand. Form und Funktion" erscheint heute die Neufassung seines 2007 publizierten Buches „Galilei der Künstler“. Um das irrtümliche Kapitel bereinigt, stellt die neue Arbeit eine umfassende Revision dar, die in neuer Gestaltung die Grundthesen nochmals schärft und bekräftigt und damit Grundsätzliches über das Zusammenspiel von Kunst und Naturforschung in der frühen Neuzeit auszusagen vermag.



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