22. April 2018
  NEWS

(Retro)Digitalisate – Kommentarkultur – Big Data:
Zum Stand des Digitalen in den Geisteswissenschaften #RKB15

Die Geisteswissenschaften verzeichnen eine wachsende Akzeptanz digitaler Arbeits-, Publikations- und Archivierungsmethoden. Um diese Tendenz zu unterstützen und zugleich zu reflektieren, findet am 08. und 09. Oktober 2015 die internationale Tagung „(Retro)Digitalisate - Kommentarkultur – Big Data: Zum Stand des Digitalen in den Geisteswissenschaften (#RKB15)“ in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung (Südliches Schloßrondell 23) in München statt. Veranstalter ist die Bayerische Staatsbibliothek, gemeinsam mit den Partnern des Projekts OstDok (Osteuropa-Dokumente Online): Collegium Carolinum München, Herder-Institut Marburg, Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg. Unterstützt wird die Tagung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Carl Friedrich von Siemens Stiftung.

Über 100 Wissenschaftler, Bibliothekare und Wissen(schaft)smanager aus zehn Ländern gehen dann auf der RKB15 den Fragen nach: Gibt es neue Trends in den Geisteswissenschaften bei der Bereitstellung digitaler Inhalte? Wie werden die vorliegenden Daten entsprechend ihrem Potential für die Forschung fruchtbar gemacht? Welche konkreten Maßnahmen müssen Autoren, Verlage und andere Datenanbieter ergreifen, um die Nachhaltigkeit elektronischer Daten zu gewährleisten? Hat die Idee des sogenannten „granular kollaborativen Arbeitens“, nach der jeder im Sinne des Wissensfortschritts seine Forschungsergebnisse frühzeitig teilt, eine vielversprechende Zukunft?

Wesentlicher Bestandteil der Tagung ist ihre internationale Ausrichtung: Die Teilnehmer beleuchten die Themenschwerpunkte aus transnationaler Perspektive. Sie erarbeiten die Unterschiede im Umgang mit der Digitalisierung in westlichen und östlichen Wissenschaftskulturen und analysieren die jeweiligen Vor- und auch Nachteile des digitalen Publizierens.

Die Tagung ist die Fortführung der Konferenz „Rezensieren – Kommentieren – Bloggen: Wie kommunizieren Geisteswissenschaftler in der digitalen Zukunft“ (#RKB13), die im Januar 2013 den Wandel des wissenschaftlichen Publizierens in den Geisteswissenschaften thematisierte. Jetzt, knapp 30 Monate später, bilanzieren die Teilnehmer zentrale Aspekte der Digital Humanities und schauen, wo neue Herausforderungen für die Geisteswissenschaften liegen. Wie stark der Diskussionsbedarf ist, zeigt sich daran, dass die Veranstaltung bereits ausgebucht ist. Die Beiträge und Diskussionen werden aufgezeichnet und sind im Anschluss an die Tagung unter  http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/ online abrufbar.

Weitere Informationen zur Konferenz, Programm und Referenten sowie einen veranstaltungsbegleitenden Blog gibt es im Internet unter:
http://rkb.hypotheses.org

 



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