23. Januar 2018
  NEWS

Welttag des audiovisuellen Erbes am 27. Oktober 2015

TIB leistet Beitrag zum Erhalt des kulturellen Filmerbes

Mit dem Welttag des audiovisuellen Erbes, dem World Day for Audiovisual Heritage, am 27. Oktober will die UNESCO darauf aufmerksam machen, dass Filme als Teil des kulturellen Erbes gefährdet sind: Ob durch Vernachlässigung, technische Überholung der im Archiv vorliegenden veralteten Filmformate oder mutwillige Zerstörung – die Gründe sind vielfältig. Auch die Technische Informationsbibliothek (TIB) in Hannover trägt dazu bei, dass das kulturelle Filmerbe nicht verloren geht.

TIB stellt Filme in ihrem TIB|AV-Portal bereit
Die TIB sammelt wissenschaftliche Filme aus Technik und Naturwissenschaften und bietet sie über das TIB|AV-Portal unter av.getinfo.de der Öffentlichkeit an. Wenn möglich geschieht dies unter Open-Access-Lizenzen der Non-Profit-Organisation Creative Commons. Damit will die TIB eine vielfältige Nutzung der Filme ermöglichen, ihre große Verbreitung und den wissenschaftlichen Austausch im digitalen Umfeld fördern. Zu den aktuellen Filmen kommt die Sammlung der ehemaligen IWF Wissen und Medien gGmbH hinzu, die die TIB 2012 übernommen hat. Die TIB hat die Aufgabe, die einzigartigen wissenschaftlichen Filme aus 100 Jahren Filmgeschichte zu erhalten, dauerhaft zu archivieren und über das TIB|AV-Portal zugänglich zu machen. Die Kollektion umfasst circa 11.500 analoge und digitale wissenschaftliche Filme mit dem Schwerpunkt auf technisch-naturwissenschaftlichen Fächern sowie Biologie und Ethnologie.

Rechtliche Stolpersteine bei der Nutzung von älteren Filmen
Nur analog vorliegende Filme können oft aus finanziellen Gründen nicht digitalisiert werden. Damit droht, dass sie in Vergessenheit geraten. Ein weiterer Stolperstein ist die Frage, wie die Filme – wenn sie digital vorliegen oder digitalisiert werden können – genutzt werden dürfen. Im Hinblick auf eine Veröffentlichung von Filmen im Internet müssen zudem Persönlichkeitsrechte und das Recht am eigenen Bild der gefilmten oder stimmlich aufgezeichneten Personen beachtet werden. Bei älteren Filmen wurden die Verträge vor vielen Jahren geschlossen, als Nutzungen, die heute alltäglich sind, noch unbekannt waren. Entsprechend wurden die erforderlichen Rechte, zum Beispiel für die Online-Bereitstellung im Internet, meist nicht eingeräumt. Die TIB leistet einen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes, indem sie die notwendigen Rechte nachverhandelt, um die ihr digital vorliegenden Filme über das TIB|AV-Portal zur Verfügung zu stellen und eine Nutzung der Filme für derzeit noch nicht bekannte, erst zukünftig entstehende Nutzungen zu ermöglichen.

http://www.tib-hannover.de/

 



Goooooogle-Anzeigen