17. Oktober 2018
  NEWS

Bibliotheken sind starke Partner zur Überwindung der digitalen Spaltung

Deutscher Bibliotheksverband fordert Unterstützung bei der Vermittlung von digitaler Bildung

Anlässlich einer Podiumsdiskussion zum Thema „Bibliotheken: Starke Partner zur Überwindung der digitalen Spaltung“, zu der der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) am 25. Februar in die Schiller-Bibliothek in Berlin eingeladen hatte, forderte der Verbandsvorsitzende Dr. Frank Simon-Ritz stärkere Unterstützung und eine bessere Einbindung von Bibliotheken in die „Digitale Agenda“ der Bundesregierung.

Hintergrund dieser Forderung ist das Vorhaben der Bundesregierung im Rahmen der „Digitalen Agenda“ gemeinsam mit den Bundesländern und Akteuren des Bildungssystems eine Strategie „Digitales Lernen“ zu entwickeln.  Die Bibliotheksvertreter betonten in der Diskussion, dass Bibliotheken als meistgenutzte Bildungs- und Kultureinrichtungen mit ihrem breiten Bildungsauftrag die gesellschaftliche Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger absichern und in der Vermittlung von digitaler Bildung ein wesentliches Ziel formulieren. Insofern verstehen sie sich als notwendiger Partner in der von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Strategie „Digitales Lernen“.

Moderiert  von Stephanie von Oppen, Deutschlandradio Kultur, diskutierten Vertreter des Bundes, der Länder, der kommunalen Spitzenverbände und der Bibliotheken die Möglichkeiten der Vermittlung digitaler Bildung in den Städten und Gemeinden.

„Die Bereitstellung von Technik allein löst nicht das Problem der digitalen Spaltung. Entscheidend ist die Vermittlung der nötigen Kompetenzen im Umgang mit den Medien. Das breite Spektrum an Medien und Informationen, das Bibliotheken  verfügbar machen und dessen Nutzung Bibliotheksfachleute professionell vermitteln und begleiten, bietet dafür wichtiges Potenzial“  so Dr. Frank Simon-Ritz, Vorsitzender des dbv.

Auch Tankred Schipanski, Bundestagsabgeordneter, Obmann im Ausschuss Digitale Agenda und Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung erklärte:„ Das klassische Buch wird an Bedeutung verlieren. Eine Umstellung auf digitale Inhalte ist daher erforderlich. Es wird aber nicht reichen, wenn die Bibliotheken einfach nur auf digitale Medien umstellen. Die Bibliotheken stehen vor der Aufgabe Zugang in digitale Wissenswelten zu schaffen und so die digitale Spaltung zu verringern. Sie müssen neben Inhalten auch die Vermittlung von Methodenkompetenz anbieten. Die Bibliotheken stehen vor der Aufgabe Wege zu finden, wie sie als Ort des Wissens und der Orientierung für Wissbegierige attraktiv bleiben können.“

http://www.bibliotheksverband.de

 



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