26. Mai 2024
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Essentials

In der Ausgabe 3/2024 (Mai-Juni 2024) lesen Sie u.a.:

  • KI verursacht immer mehr Besorgnis bei Kreativen, Arbeit­nehmern – und Hochschulen
  • Audio-Nutzung in Deutschland: Weniger Radio, mehr Podcasts, mehr Streaming – Bibliotheken noch zurückhaltend
  • Neue wissenschaftliche Zeitschriften: Ein internationaler Überblick
  • Künstliche Intelligenz: Wie sie die Arbeits­märkte revolutioniert und wer davon profitiert
  • Übersicht der europäischen institutionellen Verlagslandschaft: Einblicke aus der DIAMAS-Umfrage
  • Google Scholar unter der Lupe: Eine Analyse der Anfälligkeit für Manipulationen
  • Welche Vorteile haben digitale Ausstellungen von wissenschaftlichen Bibliotheken?
  • Generation Z entdeckt die Liebe zum physischen Buch: Lesen ist sexy
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm
Bild: SLUB Dresden/Henrik Ahlers
Robert Schumann. Skizzen zum Klaviertrio op. 63

„Nicht schnell, aber mit Leidenschaft“

SLUB Dresden erwirbt die Skizzen zu Roberts Schumanns Klaviertrio op. 63

Dank finanzieller Unterstützung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der Kulturstiftung der Länder und des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst gelang es der SLUB Dresden zu Beginn des Jahres, bei einem amerikanischen Antiquariat die bisher in Privatbesitz befindlichen Skizzen zu Robert Schumanns erstem Klaviertrio op. 63 zu erwerben. Die im Jahr 1847 in Dresden entstandene Komposition, welche sich bis heute auf den Konzertpodien größter Beliebtheit erfreut, ist ein Schlüsselwerk der Kammermusik der deutschen Romantik. Die 25 mit Blei und Tinte fein beschriebenen Seiten geben nun auf beeindruckende Weise Einblick in Schumanns kompositorisches Denken und Konzipieren.  

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Auch im digitalen Zeitalter sind Originale in Bibliotheken unverzichtbarer Teil des Kulturerbes. Ich freue mich, dass die 25 Kompositionsseiten Schumanns nun für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Original und auch digital zur Verfügung stehen. Mein großer Dank gilt allen beteiligten Partnern, ohne die dieser Ankauf nicht möglich gewesen wäre.“    

Wie im Haushaltsbuch des Ehepaars Schumann dokumentiert, komponierte der Musiker das Werk im Juni 1847 und schloss dessen Grobkonzeption bereits nach zwei Wochen ab. Nach verschiedenen Arbeiten an älteren Kompositionsprojekten und einer ausgedehnten Badekur in den Elbbädern stellte Schumann das Kammermusikwerk im September fertig und schenkte es seiner Gattin Clara zum 28. Geburtstag am 13. September. Es wurde noch am selben Abend mit befreundeten Musikern und Clara am Klavier uraufgeführt. Die Pianistin äußert sich begeistert: „Es klingt wie von einem, von dem noch vieles zu erwarten steht, so jugendfrisch und kräftig, dabei doch in den Ausführungen so meisterhaft!“

Mit seinem Geburtstagsgeschenk antwortete Robert auf das Klaviertrio op. 17 von Clara, welches sie ihm im Vorjahr zum Hochzeitstag übergeben hatte; so ist es Teil eines musikalischen Dialogs zwischen dem Künstlerehepaar.

Die Skizzen zu op. 63 erweitern nun den Bestand der Schumanniana der SLUB, der bereits Skizzenmaterial zu verschiedenen Klavierstücken und Liedern umfasst. Die SLUB besitzt außerdem das sogenannte Schumann-Album, eine aus mehr als 420 Blättern bestehende Sammlung mit Briefen und Albumblättern aus dem Freundes- und Bekanntenkreis des Ehepaares, und etliche weitere Briefen von und an Robert und Clara Schumann, welche einen lebendigen Einblick in das künstlerische und private Leben der Familie geben.

Die Skizzen zu Opus 63, welche ein zentrales Dokument bürgerlicher Musikkultur aus Schumanns Dresdner Zeit darstellen, sind weltweit online einsehbar. Auf dieser Website präsentiert die SLUB ihre Bestände zu Robert und Clara Schumann:
www.slub-dresden.de/sammlungen/musik/musik-spezialthemen/robert-und-clara-schumann/