20. Januar 2018
  NEWS

Henning Bleyl wird mit dem Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken 2016 geehrt

Preisverleihung am 17.03.2016 in Leipzig

© Victor Ströver
Henning Bleyl

Der mit 5.000 Euro dotierte Publizistenpreis der Deutschen Bibliotheken (Helmut-Sontag-Preis) geht in diesem Jahr an Henning Bleyl, Kulturredakteur der taz Nord und freier Mitarbeiter der Magazine VIER, mare, merian und menschen.das magazin  sowie zeit.de. Die Preisverleihung durch den Deutschen Bibliotheksverband (dbv) und die WBG (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) findet am 17. März 2016 im Rahmen der Abschlussveranstaltung des 06. Bibliothekskongresses in Leipzig statt. Die Laudatio hält Frau Dr. Konstanze Söllner, Vorsitzende des Vereins Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare und Direktorin der Universitätsbibliothek der FAU Erlangen-Nürnberg.

Henning Bleyl wurde von einer unabhängigen Jury, bestehend aus Vertretern der Bibliotheks- und Berufsverbände sowie von Medien und Verlagen, aus insgesamt 11 interessanten Nominierungen und Bewerbungen ausgewählt.  Ebenfalls in engster Auswahl waren Katja Grieser, die sich seit Jahren von Thüringen aus mit dem Thema der Öffentlichen Bibliothek beschäftigt, sowie Ulli Kulke mit seinem fundiert recherchierten Artikel über die Problematik des digitalen Archivierens, ein Thema, das auch für Bibliotheken immer bedeutender werden wird.

In der der Jurybegründung heißt es:

„Henning Bleyls Journalisten-Blick auf Bibliotheken ist ein ganz besonderer! Seine Artikel darüber sind überzeugend und durch eine klare Sprache und geduldige Recherche geprägt. Bleyl, der seit 2001 als Kulturredakteur von Bremen aus für die „tageszeitung“ schreibt, wird in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal mit den Publizistenpreis des Deutschen Bibliotheksverbandes ausgezeichnet. Das ist ungewöhnlich. Ebenso wie der Preisträger.

Seit Jahren profiliert sich Bleyl als sachkundiger Beobachter der Bibliothekslandschaft. Die lebendigen szenischen Beschreibungen, scharf beobachteten Details und treffenden Zitate rücken ein vermeintlich eher randständiges Thema in den Mittelpunkt und regen zur Reflexion über einen größeren kulturellen und historischen Zusammenhang an. Für den studierten Kulturwissenschaftler sind Bibliotheken unverzichtbare Orte der Orientierung und Kommunikation, gerade in Zeiten der digitalen Beschleunigung. Bleyl beschreibt Bibliotheken nicht als beschauliche Rückzugsorte eines antiquierten Bildungsideals, sondern als zentrale Brennpunkte des gesellschaftlichen Wandels. Die Jury freut sich, ihn dafür erneut auszeichnen zu dürfen.“

 



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