25. Juni 2018
  NEWS

VDB sieht Empfehlung des Senats der WGL zur Förderung der ZB MED mit großer Sorge

Am letzten Freitag hat der Senat der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) empfohlen, die Bund-Länder-Förderung der „ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften“ zu beenden. Es ist damit zu befürchten, dass die ZB MED innerhalb kurzer Zeit abgewickelt wird.

Die ZB MED ist seit ihrer Gründung 1971 die zentrale Informationsinfrastruktureinrichtung für die Medizin und die gesamten Lebenswissenschaften in Deutschland. Mit rund 7.500 laufenden Zeitschriften, davon rund 2.700 Titel im nationalen Alleinbesitz, zählt sie zu den ganz großen und bedeutenden medizinischen Bibliotheken der Welt. Die ZB MED beliefert Wissenschaftler mit wissenschaftlichen Informationen und Fachaufsätzen; sie trägt alleine 20% des gesamten Aufkommens des Aufsatzlieferdienstes subito. Die Bündelung der bibliothekarischen Infrastruktur für den Bereich der Lebenswissenschaften bei der ZB MED erspart Doppelstrukturen; die ZB MED stellt damit eine sehr effiziente Einrichtung dar. Bei einer Abwicklung der ZB MED müssten Universitäten und Forschungseinrichtungen die entsprechenden Strukturen mit einem vielfach höheren Aufwand selbst aufbauen. In der aktuellen Evaluation wurden nicht nur die bewährten bibliothekarischen Serviceleistungen der ZB MED, sondern auch erst vor kurzem etablierte Dienste wie ein neues Open Access-Publikationsportal sehr gut bewertet. Auch die von der WGL selbst geforderte Ausweitung der Aktivitäten im Bereich der wissenschaftlichen Forschung wurde mit der Ausschreibung von zwei Professuren, deren Berufungsverfahren kurz vor dem Abschluss standen, aktiv vorangetrieben.

http://www.vdb-online.org/wordpress/2016/03/22/vdb-sieht-empfehlung-des-senats-der-wgl-zur-foerderung-der-zb-med-mit-grosser-sorge/

 



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