18. Oktober 2018
  NEWS

Preis für Maren Rögers Werk über „Kriegsbeziehungen“ im besetzten Polen

Sonderpreis zur Förderung exzellenter geistes- und sozialwissenschaftlicher Publikationen an Maren Röger

Der Sonderpreis im Rahmen des Programms „Geisteswissenschaften International“ geht in diesem Frühjahr an eine Arbeit zu sexuellen Beziehungen und der nationalsozialistischen Rassenpolitik im besetzten Polen. Maren Rögers „Kriegsbeziehungen. Intimität, Gewalt und Prostitution im besetzten Polen 1939 bis 1945“ (S. Fischer Verlag) erhält den Preis zur Förderung exzellenter geistes- und sozialwissenschaftlicher Publikationen. Insgesamt 18 geisteswissenschaftliche Werke erhalten im Frühjahr 2016 eine Übersetzungsförderung. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Fritz Thyssen Stiftung, die VG WORT und das Auswärtige Amt zeichnen zweimal im Jahr hervorragende geistes- und sozialwissenschaftliche Werke aus und finanzieren deren Übersetzung ins Englische.

Die Begründung der Jury: „Maren Röger untersucht in einer methodisch reflektierten und nuancierten Studie erstmals die sexuellen „Kriegsbeziehungen“ zwischen deutschen Wehrmachts-, Polizei- und SS-Angehörigen und polnischen Frauen in den verschiedenen Ausformungen von Gewalt, (Zwangs-)Prostitution und konsensualen Kontakten. So eröffnet sie neue Einsichten in die Umsetzung der NS-Sexualpolitik als Rassen- und Volkstumspolitik und in die Alltags- und Geschlechtergeschichte im besetzten Polen.“

Die Übersetzung der ausgezeichneten Werke ins Englische wird mit insgesamt 275.000 Euro finanziert. Ziel der Auszeichnung ist die stärkere internationale Verbreitung deutscher Forschungsergebnisse in den Sozial- und Geisteswissenschaften und die globale Vernetzung deutscher Wissenschaft. Die Zahl der in den englischen Sprachraum vergebenen Lizenzen soll so dauerhaft erhöht werden.

Neben Maren Röger wurden ausgezeichnet:

Neben dem Juryvorsitzenden Prof. Dr. Luca Giuliani (Wissenschaftskolleg zu Berlin) gehören der Jury an: Prof. Dr. Tilman Allert (Universität Frankfurt), Alexander Cammann (Die ZEIT), Prof. Dr. Philipp Gassert (Universität Mannheim), Prof. Dr. Julika Griem (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Hans Günter Hockerts (Universität München, emeritiert), Prof. Dr. Doris Kaufmann (Universität Bremen), Dr. Martina Kayser (Verlag Vandenhoeck & Ruprecht), Prof. Dr. Christoph Menke (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Claus Pias (Universität Lüneburg), Dr. Alexander Roesler (S. Fischer Verlag) und Dr. Julia Voss (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Die nächste Ausschreibung findet zwischen dem 1. Juni und dem 31. Juli 2016 statt. Teilnahmebedingungen und Antrag:
www.geisteswissenschaften-international.de

 



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