19. April 2018
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MUTEC 2016 mit neuen Formaten und Premiere der „Sonderschau Gipsabformung“

Innovative Technik, eindrucksvolle Lösungen und außergewöhnliche Exponate: Auf der MUTEC, die vom 10. bis 12. November 2016 auf dem Leipziger Messegelände stattfindet, erwartet Fachbesucher aus Museen und anderen Kultureinrichtungen ein facettenreiches Angebot mit Ausstellern wie Zeutschel, MBA-Design & Display Produkt und Ahlborn Mess- und Regeltechnik. Die „Sonderschau Gipsabformung – historische und moderne Techniken“, feiert ihre Premiere auf der MUTEC 2016.

Die „Sonderschau Gipsabformung – historische und moderne Techniken" bietet einen spannenden Einblick in die Restaurierung und Erhaltung von Kunstwerken mittels analoger und digitaler Verfahren. Veranstalter der Sonderschau ist die Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, die als Museumsarchiv einzigartige Schätze beheimatet und als Kunstmanufaktur Meisterwerke selbst herstellt. Sie wurde 1819 gegründet und gilt damit als älteste Institution der Staatlichen Museen zu Berlin. Seitdem hat die Gipsformerei an die 7.000 Objekte gesammelt und ist damit weltweit die größte Einrichtung ihrer Art.

Im Rahmen der Sonderschau wird die Restaurierung mit konventioneller Abformtechnik und berührungsfreiem Scan vorgestellt. Als Beispielobjekt dient der Achilles des klassizistischen Bildhauers Christian Friedrich Tieck aus dem Jahr 1828. Die Gipsformerei besitzt eine Abformung des Achilles, der allerdings die Lanze und der linke Fuß fehlten. Mit dem 3D-Scan war es möglich, den Abguss nachzudrucken und als Modell für eine eigene Form zu verwenden, so dass der Achilles auf dieser Grundlage restauriert werden konnte.

Ein weiterer Bereich widmet sich der Herstellung von hochwertigen farblichen Fassungen anhand einer Nofretete-Replik. Die Replik ist das einzige im Handel erhältliche Modell aus einer musealen Manufaktur und wurde in einem zweijährigen Arbeitsprozess entwickelt. Sie zeichnet sich durch eine Farbabgleichanalyse, Original-Pigmente bei der Bemalung und ein geschliffenes Bergkristallauge aus. Ihre Herstellung erfolgte mit einem historischen Malverfahren auf Grundlage eines Streifenlichtscans.

Das dritte Thema widmet sich „Verlorenen Kunstwerken.“ Hier präsentiert die Gipsformerei eine Auswahl an alten historischen Formen und Modellen in Restaurierungs- und Erhaltungsstadien, die sich vom heutigen Zustand deutlich unterscheiden. Als Dokumentation der zeitlichen Veränderung werden die Abgüsse somit selbst zum Original und stellen eine wichtige historische Quelle dar.

Innovative und namhafte Unternehmen sind bereits angemeldet

Auf der MUTEC präsentieren sich Unternehmen rund um Themenbereiche wie Museumstechnik, Ausstattung, Besucherservice und mediale Präsentation.

Die Firma Zeutschel stellt ihr innovatives Präsentationsprogramm ZED10 3D Foyer, das aus 2D-Scans von Büchern ein digitales dreidimensionales Erlebnis macht, vor. Der mit einer 3D-Brille ausgestattete Benutzer kann sich an einem handelsüblichen 3D-Fernsehgerät mit Gesten durch die Präsentationssoftware steuern und wie in einem analogen Buch durch die Seiten blättern. Das Programm eignet sich somit vor allem für alte und kostbare Bücher, indem es Besuchern den Zugang zu den Werken in Form einer einzigartigen Erfahrung bietet und die Kulturgüter gleichzeitig schützt.

Mithilfe von Raumstrukturlösungen lassen sich Ausstellungsstücke kreativ in Szene setzen. Ein Spezialist für modulare Stellwandsysteme ist das Unternehmen MBA-Design & Display Produkt, das auf der MUTEC seine flexible Mila-wall vorstellt. Sie ermöglicht große Systemkombinationen und lässt sich aufgrund des geringen Gewichts problemlos aufstellen und abbauen. Mit Stirnwänden versehen wirkt die Mila-wall als akzentuierter monolithischer Körper im freien Raum, sodass Ausstellungsbereiche in eine eindrucksvolle Präsentationslandschaft verwandelt werden können.

Um wertvolle und empfindliche Exponate vor organischen und anorganischen Materialien zu schützen, ist präzise Messtechnik erforderlich. Die Firma Ahlborn Mess- und Regeltechnik entwickelt, fertigt und vertreibt hochwertige Produkte für Ausstellungshäuser und Archive in der ganzen Welt. Die Lösungen des Unternehmens versprechen eine einfache Handhabung und flexible Einsatzmöglichkeiten bei der Messung von Faktoren wie Temperatur, Luft- und Materialfeuchte, Lux, UV-Strahlung, Kohlendioxid oder pH-Wert. Auf der MUTEC präsentiert Ahlborn sein Portfolio und berät Fachbesucher, welche individuellen Lösungen benötigt werden.

Weitere Aussteller, die auf der internationalen Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik mit einem Stand vertreten sein werden, sind beispielsweise Entwickler für effiziente Besuchermanagementsysteme wie COMBASE und VISITATE, die auf Software für Sammlungsmanagement spezialisierte Firma Axiell sowie Anbieter von Ticketingsystemen. Die unterschiedlichsten Formen von Orientierungs- und Leitsystemen werden beispielsweise von PROfilius oder Acoustiguide gezeigt.

Synergien mit der europäischen Leitmesse denkmal

Parallel zur MUTEC findet die denkmal statt, die als europäische Leitmesse einmal mehr zum Dreh- und Angelpunkt für internationale Akteure des Denkmalschutzes wird. Da das Bewahren von Kulturerbe und Kulturgut den Kern beider Veranstaltungen bildet, ergeben sich inhaltliche Anknüpfungspunkte und spannende Synergien.

http://www.mutec.de

 



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