16. November 2018
  NEWS

200 Jahre Indogermanistik

Die Universität Jena veranstaltet mit der Humboldt-Universität zu Berlin vom 16. bis 20. Mai eine internationale Tagung

Sprache wandelt sich ständig. Das ist ein nicht erst seit der einsetzenden Globalisierung in allen Lebensbereichen zu beobachtendes Phänomen, sondern geht bis in die Ursprünge der Menschheit zurück. Es gibt keine einzige natürliche Sprache, die im Laufe der Jahrhunderte unverändert geblieben ist. So gehören die meisten der heute gesprochenen Sprachen Europas und einige Sprachen des Vorderen Orients (z. B. Persisch) und Südasiens (z. B. Hindi und Urdu) zur Familie der indogermanischen Sprachen. Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch oder etwa Französisch haben sich durch die Kolonisation in viele Gebiete der Erde verbreitet, so dass inzwischen etwa die Hälfte der gesamten Menschheit eine indogermanische Sprache spricht. Viele dieser Sprachen sind schon seit sehr alter Zeit bezeugt: Das Indische und Griechische beispielsweise seit dem 2. Jahrtausend vor Christus. Die Indogermanistik (auch Indogermanische Sprachwissenschaft, Vergleichende Sprachwissenschaft, Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft) beschäftigt sich mit der Geschichte dieser Sprachen und untersucht, wie sich die Sprachen aus der gemeinsamen Grundlage des „Urindogermanischen“ entwickelt haben.

https://idw-online.de/de/news650932

 



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