10. Dezember 2018
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Transformationsprozess startet mit neuer Leitung

Der Stiftungsrat von ZB MED - Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften hat zum 1. Oktober 2016 Dr. Dietrich Nelle als Interimsdirektor für die Einrichtung bestimmt. Bisher war er als Ministerialdirigent im Bundesministerium für Bildung und Forschung tätig.

Im Juni hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) den Beschluss gefasst, die Bund-Länder-Förderung für ZB MED nicht weiterzuführen. Sie ist damit einer Empfehlung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft gefolgt. Dieser GWK-Beschluss hat das Ausscheiden von ZB MED aus der Leibniz-Gemeinschaft zum Ende diesen Jahres zur Folge. Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF NRW) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) haben bereits im Juni angekündigt, mit einer Übergangsfinanzierung einen Transformationsprozess von ZB MED hin zu einer modernen Informationseinrichtung zu unterstützen. Mit der Bestellung von Dr. Dietrich Nelle als Interimsdirektor zum 1. Oktober wird dieser Transformationsprozess eingeleitet und aktiv gestaltet. Dr. Nelle wird zudem von Prof. Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft unterstützt. Dieser soll auf Bitte des Stiftungsrats den Transformationsprozess und die weitere Anbindung der ZB MED an die Leibniz-Familie zunächst begleiten. Das Interimsmanagement soll die strategische Neuausrichtung von ZB MED vorantreiben, zu der auch die geplante Besetzung der bereits ausgeschriebenen W3-Professur zur künftigen Leitung von ZB MED gemeinsam mit der Universität zu Köln gehört.

Die Zielrichtung ist die Wiederaufnahme von ZB MED in die Leibniz-Gemeinschaft nach erneuter erfolgreicher wissenschaftlicher Begutachtung und damit in die reguläre Bund-Länder-Finanzierung. "Mit den jetzt geplanten Schritten gibt es viele gute Gründe, optimistisch in die Zukunft zu blicken", unterstreicht Dr. Thomas Grünewald, Staatssekretär im Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Zukunftsperspektive für ZB MED.

Der Jurist Dr. Dietrich Nelle ist bereits seit vielen Jahren in unterschiedlichen Positionen in der Wissenschaftspolitik tätig. So war er zum Beispiel eines der Gründungsmitglieder des Rates für Informationsinfrastrukturen, dem auch Prof. Tochtermann angehört. Im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) leitete Dr. Nelle bisher die Unterabteilung Forschungsorganisationen. "Digitalisierung ist nicht nur eine Herausforderung unter vielen, sondern das Schlüsselthema, an dem sich die Wettbewerbsfähigkeit entscheidet", skizziert der neue Interimsdirektor den zukünftigen Weg, den er mit ZB MED beschreiten wird.

www.zbmed.de

 



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