27. Juni 2022
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Aktuelles aus
L
ibrary
Essentials

In der Ausgabe 3/2022 (Mai 2022) lesen Sie u.a.:

  • Bücherverbote und Bedrohungen nehmen in US-Bib­lio­theken rasant zu
  • Ukraine-Krieg verstärkt Informationsbedürfnis und erhöht die Sorge vor Cyberangriffen?
  • Die Auswirkungen von nicht-linearen Texten, Hyperlinks und oberflächlichem Lesen auf das Textverständnis
  • Mobiltechnologie und ihre Folgen für den Lärmpegel in wissenschaftlichen Bibliotheken
  • KI: immer schneller, besser und kostengünstiger, aber ethische Bedenken nehmen ebenfalls zu
  • Mögliche Folgen der KI auf die Bibliotheksarbeit
  • Studie zu Predatory Journals und Konferenzen: kein marginales Thema
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 3 / 2022

GESCHICHTE

  • Wer waren die Nationalsozialisten?
  • Die Welt nach Pearl Harbor
  • Die Manila Galeone

IM FOKUS

  • Frauen im Kampf gegen Korruption und Krieg
  • Femizide – ein Problem der gesamten Gesellschaft

LANDESKUNDE | REISEN
Indien | Bangladesch | Südfrankreich

RECHT
Verbraucherrecht | Erbrecht | Betriebsratswahlen 2022

uvm

Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv) fordert energisch
ein zeitgemäßes Urheberrecht für Bildung und Forschung

Angesichts der aktuell kritischen Phase im Gesetzgebungsprozess wiederholt der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) heute energisch seine Forderungen nach der im Koalitionsvertrag versprochenen Reform des Urheberrechts. Der Verband bekräftigt und wiederholt damit nochmals seine volle Unterstützung für den aktuell diskutierten Gesetzesvorschlag der Bundesregierung.

Die darin vorgesehenen wissenschaftsfreundlichen Änderungen sind die richtige Antwort auf die zunehmende Digitalisierung von Forschung, Lehre und den Methoden des Lebenslangen Lernens und den sich daraus ergebenden innovativen Nutzungsmöglichkeiten und neuen technische Bedingungen.

Es droht die Gefahr, dass Deutschland ohne entsprechende Reformen zu Gunsten von Bildung, Forschung, Lehre und Unterricht ins Hintertreffen gerät.  Eine weitere Blockierung dieser wichtigen Gesetzesreform würde Deutschlands Position im internationalen Wettbewerb schwächen.

Der dbv beobachtet zurzeit mit großer Sorge, dass die Diskussion um den Vorschlag der Bundesregierung selbst in Teilen der seriösen Presse (FAZ vom 12. und 18. Mai) vielfach von polemischen und grob verzerrenden Argumenten geführt wird.

Die Bibliotheken stehen für eine faire Entlohnung der Autoren und Verlage für jede Nutzung ihrer Werke. Sie sind allerdings der Auffassung, dass diese Entlohnungen die Praxis von Wissenschaft und Lehre nicht durch überbordende Prüf- und Meldepflichten behindern dürfen. Genau dies setzt der Gesetzesentwurf der Bundesregierung in der derzeitigen Fassung um. Der Vorrang eines Verlagsangebotes oder die  Pflicht zur Einzelmeldung jeder  Nutzung eines fremden Werkes in digitalen Semesterapparaten dagegen wären große Hindernisse für die Praxis. Sie sollten unbedingt verhindert werden.

Um zu gewährleisten, dass die zugunsten der Lehre und Wissenschaft eingeführten Ausnahmeregeln auch in der Welt der digitalen Medien Bestand haben, müssen sie gegenüber Lizenzbedingungen durchsetzungsstark sein. Daher unterstützt der dbv den Regierungsentwurf auch in dieser Hinsicht.

http://www.bibliotheksverband.de