18. Oktober 2018
  NEWS

Geisteswissenschaften International:
Mithu Sanyals Analyse der sexuellen Gewalt ausgezeichnet

Insgesamt 17 geisteswissenschaftliche Werke erhalten Übersetzungsförderung

Die Kulturwissenschaftlerin und Journalistin Dr. Mithu Melanie Sanyal wird in diesem Herbst mit dem Sonderpreis im Rahmen des Programms „Geisteswissenschaften International“ ausgezeichnet. Sie erhält den Preis zur Förderung herausragender geistes- und sozialwissenschaftlicher Publikationen für ihre Analyse „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“ (Edition Nautilus). Insgesamt 17 geisteswissenschaftliche Werke profitieren im Herbst 2017 von einer Übersetzungsförderung. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Fritz Thyssen Stiftung, die VG WORT und das Auswärtige Amt zeichnen zweimal im Jahr hervorragende geistes- und sozialwissenschaftliche Werke aus und finanzieren deren Übersetzung ins Englische.

In ihrer Begründung sagt die Jury: „Mithu Sanyal hat eine erhellende Analyse über die Narrative der Vergewaltigung geschrieben – ein Plädoyer für eine neue Konsenskultur der Grenzen wie der Lust.“

Die Übersetzung der ausgezeichneten Werke ins Englische wird mit der Summe von insgesamt 250.000 Euro finanziert. Ziel der Auszeichnung ist die stärkere internationale Verbreitung deutscher Forschungsergebnisse in den Sozial- und Geisteswissenschaften und die globale Vernetzung deutscher Wissenschaft. Die Zahl der in den englischen Sprachraum vergebenen Lizenzen soll so dauerhaft erhöht werden – mit Erfolg: Seit Beginn des Übersetzungsförderungsprogrammes 2008 wurden mit Unterstützung des Programms 190 Übersetzungen geisteswissenschaftlicher Werke in namhaften englischsprachigen Verlagen publiziert.

Neben Mithu Sanyal wurden im Herbst 2017 ausgezeichnet:

Neben dem Juryvorsitzenden Prof. Dr. Luca Giuliani (Wissenschaftskolleg zu Berlin) gehören der Jury an: Prof. Dr. Tilman Allert (Universität Frankfurt, emeritiert), Alexander Cammann (Die ZEIT), Prof. Dr. Philipp Gassert (Universität Mannheim), Prof. Dr. Doris Kaufmann (Universität Bremen), Prof. Dr. Martin von Koppenfels (Universität München), Dr. Martina Kayser (Reclam Verlag), Prof. Dr. Christoph Menke (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Gloria Meynen (Universität Friedichshafen), Prof. Dr. Claus Pias (Universität Lüneburg), Dr. Alexander Roesler (S. Fischer Verlag) und Dr. Julia Voss (Universität Lüneburg).

Die nächste Ausschreibung läuft bis zum 31. Januar 2018. Dann stehen wieder Fördermittel in Höhe von 250.000 Euro zur Verfügung.

 



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