19. Oktober 2018
  NEWS

Ergänzende Schenkung von Teilbänden der Monumentalchronik Theatrum Europaeum
an die Badische Landesbibliothek

Die insgesamt aus 21 Bänden bestehende Monumentalchronik Theatrum Europaeum des berühmten Verlegers und Kupferstechers Matthäus Merian (1593–1650) gibt einen historischen Überblick über das Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges und die Ära von Ludwig XlV. Schon die großherzoglich-badische Hofbibliothek in Karlsruhe besaß dieses Standardwerk zur europäisch-en Geschichte in vollem Umfang, doch wurde es beim Bombenangriff auf Karlsruhe am 3. September 1942 mit dem übrigen Bestand der Landesbibliothek zerstört. Nach dem Zweiten Welt-krieg gelang es nicht mehr, alle 21 Bände neu zu beschaffen. Seit Kurzem kann sich die Badische Landesbibliothek nun über zwei in ihrem Bestand bislang noch fehlende Bände freuen.

Die Bibliophilen Heide und Dr. Wolf Mroß aus Frankenthal überließen der Badischen Landes-bibliothek im Rahmen einer Schenkung die bisher nicht vorhandenen Bände 15 und 18. „Die uns geschenkten Bücher beschreiben die Jahre 1696 bis 1700 bzw. 1707 bis 1709 und sind ganz besonders gut erhalten. Wie es in der damaligen Zeit üblich war, sind die Bände in weißes, äußerst hochwertiges Pergament eingebunden“, erläutert Bibliotheksdirektorin Dr. Julia Hiller von Gaertringen die Neuzugänge. Diese ergänzen ab sofort die Reihe des Theatrum Europaeum in der Badischen Landesbibliothek.

Matthäus Merian selbst fertigte für diese faszinierende Chronik zahlreiche Illustrationen an, während er den Text bei verschiedenen Autoren in Auftrag gab. Neben der berühmten Topographia Germaniae und seinen Bibelillustrationen gehört das Theatrum Europaeum zu Merians bekanntesten Werken. Im Zeitraum von 1633 bis 1650 erschienen fünf Bände, nach Merians Tod setzten weitere 16 Ausgaben die Chronik bis ins Jahr 1718 fort.

Ausgewählte Bände des Theatrum Europaeum werden der Öffentlichkeit im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bücherfunde in der Lounge“ am Donnerstag, dem 19. April 2018, um 18.00 Uhr vorgestellt und können aus der Nähe betrachtet werden.

 



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