20. April 2018
  NEWS

Bücherbergungsrutsche der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek
zum Patent angemeldet!

Einladung zur Vorführung am
Donnerstag, 30. Juli 2009, um 11.00 Uhr

Wie notwendig Vorsorge für den Notfall ist, zeigte vor einigen Jahren der Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Martin Brederecke, Restaurator an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, hat in Zusammenarbeit mit der Firma Planen Müller, Hannover, den Prototyp einer Bergungsrutsche für Bücher entwickelt, die es im Notfall erlaubt, wertvolles Kulturgut schnell und schonend aus der Gefahrenzone zu bringen.

Insbesondere die etwa 15.000 Leibniz-Briefe, die seit 2007 zum Weltdokumentenerbe der UNESCO zählen, gehören zu den Kostbarkeiten der Bibliothek, die im Katastrophenfall zuallererst geborgen werden müssen. Um die Evakuierung dieser Güter zu erleichtern, wurde die Bergungsrutsche konstruiert.

Da bei einem Brand oder Wassereinbruch gerade der Transport großer Mengen empfindlichen Schriftguts als problematisch gilt, hofft der Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, Dr. Georg Ruppelt, dass eine Bergungsrutsche hier zusätzliche Rettungsmöglichkeiten bietet: »Möge dieser Fall bei uns und bei anderen nie eintreten! Dennoch muss Vorsorge für den Notfall getroffen werden.«

Bergungsrutschen sind bislang nur aus dem Raum der Personenbergung bekannt. Anders als diese verfügt die Bücherbergungsrutsche über ein Dach, das vor Regen und Löschwasser schützt, und einen Neigungswinkel, der für das stetige und sanfte Herabgleiten von Büchern optimal ist.


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