15. Oktober 2018
  NEWS

Der elektronische Lesesaal gemäß § 52b UrhG

Juristische Aspekte und Auswirkungen auf das Systemdesign
zur Reduzierung von Rechtsrisiken - Motivation aus Sicht der Bibliotheken

Der erste Prozess, der das Thema „Elektronischer Lesesaal“ berührte, fand am 13.05.2009 vor dem Landesgericht Frankfurt statt. Das Urteil ist in einigen Aspekten klar und deutlich, in anderen Aspekten wurde es von beiden Parteien unterschiedlich interpretiert. Klare Handlungsanweisungen für das Betreiben von elektronischen Lesesälen lassen sich aus dem Urteil, welches unter dem Vorbehalt der Revision steht, nicht herleiten.  

ImageWare Components, das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme, die bundesweit agierende Rechtsanwalts- und Wirtschaftsprüferkanzlei DHPG und die Universitätsbibliothek Greifswald als Pilotanwender haben sich seit mehr als einem Jahr mit den juristischen Anforderungen des § 52 UrhG und dessen technischer Umsetzung beschäftigt. Die Ergebnisse wird am 27. August 2009 zusammengefasst in einem Seminar an der USB Köln vorstellen.  

Das Seminar umfasst die rechtlichen Anforderungen, die technisch-organisatorische Lösung sowie Kontrollpunkte, mit denen Anwender die korrekte Umsetzung nach § 52b in der Praxis nachweisen können. Da das Urheberrecht einige Interpretationsspielräume aufweist, wird insbesondere auf diejenigen Aspekte eingegangen, die gemäß Gesetz zulässig bzw. unzulässig sind. Ziel des Seminars ist es, den Interpretations- bzw. Anwendungsspielraum so einzugrenzen, dass die gegebenen Möglichkeiten einer Umsetzung eines elektronischen Lesesaals transparent werden.

Weitere Informationen bei:
Anke Juliane Teiwes
Telefon: +49 (0) 228 / 969 85 – 58
E-Mail: teiwes@imageware.de


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