18. Juli 2018
  NEWS

Die Bayerische Staatsbibliothek und Ex Libris gehen eine
strategische Partnerschaft in der Langzeitarchivierung ein

Offenheit, Flexibilität und Skalierbarkeit sowie der internationale Ruf der Lösung waren ausschlaggebend für die Entscheidung der Bayerischen Staatsbibliothek „Rosetta-Digital Preservation System“ als zukünftige Langzeitarchvierungslösung zu wählen  

Ziel des Projektes ist es, die umfangreichen digitalen Sammlungen und die aus  den Digitalisierungsprojekten rasant wachsenden Bestände der Bayerischen Staatsbibliothek dauerhaft zu bewahren und zugänglich zu machen.  

Die Langzeitarchivierungslösung Rosetta von Ex Libris ermöglicht die dauerhafte Verwaltung, Erhaltung und den Zugang zu digitalen Sammlungen, institutionellen Dokumenten, Forschungsergebnissen in digitalen Formaten, digitalen Bildern, Websites und anderen digital erstellten und digitalisierten Materialen. Rosetta unterstützt die Akquisition, Prüfung, Aufnahme, Speicherung, Erhaltung und Verbreitung digitaler Objekte auf der Basis zahlreicher Quellen und Formate. Gleichzeitig werden die Daten sicher gehalten und die nutzenden Institutionen in die Lage versetzt, mehrfache digitale Sicherungsverfahren und -strategien einzusetzen. Rosettas ausgefeilter Langzeitarchivierungsprozess verfügt über eine skalierbare, dezentralisierte Architektur, die es ermöglicht, ständig Dateiformate zu überprüfen und die digitalen Objekte im System zu aktualisieren.  

Basierend auf dem Modell des Open Archival Information Systems (OAIS) und entsprechend den Standards eines Trusted Digital Repository (TDR) wurde Rosetta in Zusammenarbeit mit der Nationalbibliothek von Neuseeland entwickelt und stellt heute einen wichtigen Grundpfeiler des dortigen National Digital Heritage Archive-Projekts dar.  

Die Lizenzierung von Rosetta durch die Bayerische Staatsbibliothek wird mit bedeutenden Sondermitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst unterstützt. Die Einbeziehung ausgewählter digitaler Kollektionen aus bayerischen Universitätsbibliotheken ist bereits für die erste Projektphase vorgesehen. Prospektiv könnte Rosetta die Langzeitarchivierungslösung für alle im Bibliotheksverbund Bayern zusammengeschlossenen staatlichen Bibliotheken des Freistaates werden.  

Dr. Rolf Griebel, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, erläutert, dass die Funktionalitätsvielfalt von Rosetta die Entscheidung maßgeblich beeinflusst hat. „Nach einem intensiven Evaluationsprozess waren wir beeindruckt von den umfangreichen Langzeitarchivierungsfunktionen Rosettas und der Flexibilität des Digital Preservation Systems. Rosetta lässt sich nahtlos in unsere existierende Systemlandschaft integrieren und ermöglicht den dauerhaften Zugang zum digitalen Erbe des Freistaates Bayerns“, kommentiert Dr. Griebel.  

„Ein wichtiger Entscheidungsfaktor“, so Dr. Griebel, „ war die Funktionalität des Planungsmoduls für die Langzeitarchivierung. Zugleich benötigen wir ein System, das den internationalen Standards zur Archivierung und Digitalisierung entspricht, wie etwa dem Metadata Encoding and Transmission Standard (METS). In der Gesamtbetrachtung hat Rosetta unsere Anforderungen bestmöglich erfüllt.“  

„Wir sind hocherfreut, dass ein weltweit renommiertes Institut wie die Bayerische Staatsbibliothek als erster Kunde in Europa Rosetta ausgewählt hat,“ kommentiert Ullrich Jüngling, Sales & Marketing Direktor der Ex Libris (Deutschland) GmbH. „Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit mit der Staatsbibliothek in der Umsetzung dieses „Flaggschiff-Projektes.“


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