12. August 2022
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Aktuelles aus
L
ibrary
Essentials

In der Ausgabe 5/2022 (August 2022) lesen Sie u.a.:

  • Zu den Anwen­dungs­möglichkeiten der Blockchain in Bibliotheken
  • Ein halbes Jahrhundert bibliotheks- und informations­wissen­schaftliche Forschung
  • Studie von EBLIDA
    zur elektronischen Ausleihe
  • Digitale Unabhängigkeit ist für Europa
    in absehbarer Zeit nicht zu erreichen
  • Die Vertrauenskrise in klassische
    und soziale Medien weitet sich aus
  • Fehlende gesellschaftliche Diskussion zu KI
  • Wissenschaftlichen Bibliotheken in Großbritannien drohen im nächsten Jahr Finanzierungsengpässe
  • Data Scraping ist nicht gleich Datendiebstahl
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 4 / 2022

ASTRONOMIE
Die Welt über unseren Köpfen

PHILOSOPHIE
Philosophie in der islamischen Welt

ZEITGESCHICHTE
Frantz Fanon: Für eine afrikanische Revolution

RECHT
Umwelt- und Klimaschutzrecht

BETRIEBSWIRTSCHAFT
Nachhaltig managen

BIOGRAFIEN
Herrscherinnen mit Einfluss

uvm

Zehn Jahre UNESCO-Weltdokumentenerbe Nibelungenlied

© Badische Landesbibliothek, Uli Deck

Vor genau zehn Jahren, am 31. Juli 2009, wurde das Nibelungenlied in das UNESCO-Welt-register Memory of the World aufgenommen. Das Internationale Programmkomitee traf in Bridgetown (Barbados) die Entscheidung, der Text sei das berühmteste Heldenepos in mittelhochdeutscher Sprache und gehöre zum kulturellen Erbe der Menschheit.

Das Register zeichnet mit der Anerkennung aber nicht ein literarisches Werk aus, sondern dessen Überlieferungsträger. Es listet kulturell bedeutsame und historisch wichtige Dokumente von außergewöhnlichem Wert in Archiven, Bibliotheken und Museen und verpflichtet ihre Herkunftsländer, das ihnen anvertraute Erbe vor Gedächtnisverlust und Zerstörung zu sichern. Zudem trägt es ihnen auf, für die Verfügbarkeit der jeweiligen Dokumente zu sorgen und sie auf neuen informationstechnischen Wegen weltweit zugänglich zu machen.

Mit dem Titel ausgezeichnet wurden die drei vollständigen Nibelungenlied-Handschriften des 13. Jahrhunderts, die in der Bayerischen Staatsbibliothek in München, der Stiftsbibliothek St. Gallen und der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe aufbewahrt werden. Die Handschrift C in der Badischen Landesbibliothek ist die älteste und für die Überlieferungsgeschichte des Nibelungenlieds, das um 1200 aufgeschrieben wurde, aber auf ältere mündliche Traditionen zurückgeht, bedeutendste Handschrift. Die strophische Dichtung erzählt die Geschichte des Drachentöters Siegfried bis zu seinem gewaltsamen Tod und die Geschichte von Kriemhilds Rache bis zum vollständigen Untergang der Burgunden.

Die Handschrift C befand sich bis zu ihrem Ankauf für das Land Baden-Württemberg im Jahr 2001 in der Fürstlich Fürstenbergischen Bibliothek Donaueschingen. Sie wird seitdem als Eigentum der Landesbank Baden-Württemberg und der Bundesrepublik Deutschland in der Badischen Landesbibliothek bewahrt.

https://www.blb-karlsruhe.de/sammlungen/unesco-weltdokumentenerbe-nibelungenlied/

Das Digitalisat der Handschrift C finden Sie in den Digitalen Sammlungen der Badischen Landesbibliothek unter folgendem Link:
https://digital.blb-karlsruhe.de/737536