25. Mai 2020

cOAlition S-Kriterien für 'Transformative Zeitschriften' nach Überarbeitung „herausfordernd“

Springer Nature will den Großteil seiner Zeitschriften, inklusive Nature, entsprechend umwandeln

Dadurch werden Autorinnen und Autoren, die nach Plan S finanziert werden, ihre Forschungsergebnisse weiterhin bei diesen Zeitschriften einreichen können

Springer Nature begrüßt die Entscheidung von cOAlition S, transformative Zeitschriften zu unterstützen. Vorbehaltlich der noch nicht veröffentlichten Anforderungskriterien zur Transparenz will der Verlag, die überwiegende Mehrheit der gänzlich von Springer Nature herausgegebenen englischsprachigen Zeitschriften, die derzeit noch nicht Open Access sind, einschließlich Nature und der Nature Research-Zeitschriften, in transformative Zeitschriften umwandeln.

Springer Nature betrachtet transformative Zeitschriften als eine notwendige Ergänzung zu transformativen Vereinbarungen, da beides den Übergang zu OA ebnet. Der Verlag hat sich bereits in der Vergangenheit für diesen Weg ausgesprochen. Transformative Zeitschriften helfen:

  • Kleineren Verlagen, für die nationale Vereinbarungen eine Herausforderung darstellen,

  • Ländern und Förderern, für die nationale Vereinbarungen eine Herausforderung darstellen,

  • Hochselektiven Zeitschriften, bei denen noch geprüft wird, wie sie Teil von nationalen Vereinbarungen werden können, und

  • Zeitschriften, die neben Forschungsartikeln auch andere Inhaltsformate enthalten, sodass der rein wissenschaftliche Anteil auf OA umgestellt werden kann, während die anderen Beiträge alternativ finanziert werden können.

Steven Inchcoombe, Chief Publishing and Solutions Officer, Springer Nature:

„Wir setzen uns seit langem für transformative Zeitschriften ein, die den Übergang zu OA beschleunigen und gleichzeitig garantieren, dass unsere Autorinnen und Autoren, unabhängig davon wie ihre Forschung finanziert wird, weiterhin in der Zeitschrift ihrer Wahl veröffentlichen können. Dass auch Plan S dies unterstützt, begrüßen wir. Die Änderungen der Kriterien für transformative Zeitschriften bedeuten für uns, dass wir die Mehrheit unserer Nicht-OA-Zeitschriften, einschließlich Nature, auf diesen Weg bringen können.

Die angepassten Wachstumsziele und andere Kriterien, wie die Anforderung, dass eine Zeitschrift dann komplett auf OA umzustellen ist, wenn der Anteil an OA-Forschungsartikeln 75% überschreitet, sind eine große Herausforderung – aber eine, der wir uns stellen. Wichtig ist auch zu betonen, dass wir noch Klarheit hinsichtlich der noch nicht veröffentlichten Transparenzanforderungen benötigen.

Damit diese Ziele nachhaltig erreicht werden können, müssen wir sicherstellen, dass die so entstandenen OA-Zeitschriften von allen Autoren, unabhängig von Fachdisziplinen, regionaler Verortung und finanzieller Förderung, als tatsächliche Option für Veröffentlichungen angesehen werden. Dies hängt davon ab, ob auch die Nachfrageseite – Forscher, Institutionen und Forschungsförderer – ähnliche Verpflichtungen eingehen, um diesen Weg zu OA zu unterstützen, und letztendlich auch davon, dass diese Verpflichtungen nicht nur bis 2024, sondern langfristig darüber hinaus gelten.“

Springer Nature setzt sich seit fast 20 Jahren dafür ein, Forschung zu öffnen. BMC, gegründet als reiner OA-Verlag, veröffentlichte bereits im Jahr 2000 erste Inhalte. Springer bot als einer der ersten Verlage OA-Optionen für seine Autorinnen und Autoren in traditionellen Zeitschriften an und schloss 2015 die erste transformative Vereinbarung ab. Springer Nature hat seitdem mehr OA-Artikel als jeder andere Verlag veröffentlicht und die meisten nationalen Transformationsvereinbarungen getroffen.