22. Januar 2018
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Klaus-Dieter Lehmann kritisiert deutschen Beitrag zur European

Interview mit dem Präsidenten des Goethe-Instituts im BÖRSENBLATT

Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, hat die Art und Weise der deutschen Beteiligung an der Online-Bibliothek Europeana scharf kritisiert. "Ich bin enttäuscht darüber, wie ungeschickt dieses Großprojekt angelegt wird: viel zu viele und viel zu heterogene Partner. Hier ist wieder einmal in Deutschland der falsche Vollständigkeitswahn am Werk", sagt Lehmann dem Börsenblatt des deutschen Buchhandels. Anstatt sich die stärksten Partner auszusuchen, solle nun "möglichst sofort jeder mitmachen, bis hinunter zur Gemeindebibliothek". Seine Befürchtung: "So wird man der Dynamik Googles nicht genug entgegensetzen können und die ehrgeizig gesteckten Ziele nicht erreichen."

Ziel der von der Europäischen Kommission initiierten Online-Bibliothek Europeana ist es, das kulturelle Erbe Europas über das Internet zugänglich zu machen. Daran ist Deutschland mit der Deutschen Digitalen Bibliothek beteiligt.


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