19. Juli 2018
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West-östliche Bande Interdeutsche Kontakte zwischen Bibliothekaren 1949–1989

Interdeutsche Kontakte zwischen Bibliothekaren 1949–1989

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, liebe Kollegin, lieber Kollege,  

in zahlreichen Gesprächen über Kontakte zwischen Bibliothekaren aus Ost und West in Zeiten der deutschen Zweistaatlichkeit ist häufig der Wunsch an mich herangetragen worden, man solle doch Berichte über diese Kontakte einmal aufschreiben, sammeln und publizieren, und zwar vor allem solche Begebenheiten, die sich außer- oder unterhalb der offiziellen Ebene zwischen Ost und West ereigneten. Kolleginnen und Kollegen aus Ost aus West gaben mir bereitwillig zu Fragen in diesem Zusammenhang Auskunft oder sprudelten geradezu über, wenn sie sich an besondere, auch besonders traurige oder besonders heitere Vorkommnisse erinnerten.  

Vor diesem Hintergrund erlaube ich mir heute die Frage und Bitte an Sie, ob es Ihnen möglich wäre, Ihre Erinnerungen an Kontakte zur jeweils „anderen Seite“ zu beschreiben und/oder über einzelne Ereignisse zu berichten. Geplant ist eine Veröffentlichung dieser Erinnerungen, ohne sie auszuwerten oder zu kommentieren. Ich möchte einfach etwas festhalten, was nicht nur meines Erachtens zu bewahren sich lohnt.  

Von besonderem Interesse sind Erinnerungen an Gespräche und Diskussionen zwischen Kolleginnen und Kollegen aus Ost und West, etwa auf internationalen Tagungen. Aufmerksamkeit verdienen dabei auch weiter zurückliegende Gespräche zwischen bibliothekarischen Vereinen und Verbänden über Kooperationen oder gemeinsame Publikationen.  

Dieser Brief geht an Kolleginnen und Kollegen, von denen ich vermute, dass sie Kontakte dieser Art besaßen. Gleichzeitig soll der Brief in bibliothekarischen Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Falls Ihnen noch Kolleginnen oder Kollegen einfallen, die man um einen Beitrag bitten könnte, lassen Sie mich dies bitte wissen.  

Wenn Sie, sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrte Herr Kollege, bereit wären, mir Ihre Erinnerungen zur Verfügung zu stellen und die Abdruckgenehmigung dafür zu erteilen, so bitte ich Sie um Übersendung eines Textes, der von einer halben Schreibmaschinenseite bis zu 20 Seiten umfassen könnte.  

Abgabefrist ist der 3. Oktober 2010.    

Wie können Sie mir nun Ihren Beitrag übermitteln?

Und noch eine weitere Bitte: Wenn Sie Fotos aus dieser Zeit besitzen, übersenden Sie mir diese doch unter Angabe des Entstehungsdatums und – wenn möglich – mit einer kurzen Beschreibung der abgebildeten Personen, Gegenstände oder Bauten sowie die Genehmigung zu ihrem Abdruck. Gern schicke ich Ihnen die Fotos nach ihrer Reproduktion zurück.  

Ich wäre Ihnen außerordentlich dankbar, wenn Sie diese Bitte freundlich und wohlwollend aufnähmen, und noch schöner wäre es, wenn Sie sich dann zu einem Beitrag entschließen könnten. Für Rückfragen stehe ich Ihnen natürlich gern zur Verfügung.    

Mit herzlichen Grüßen
und guten Wünschen für Sie
bin ich
Ihr
gez. Dr. Georg Ruppelt


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