25. Oktober 2021
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In der Ausgabe 7/2021 (Oktober 2021) lesen Sie u.a.:

  • Die idealen Eigen­schaften für die Arbeit in Bibliotheken in Zeiten des Wandels
  • Preprints haben durch COVID-19 einen enormen Aufschwung erfahren
  • Die Auswirkungen von COVID-19 auf Wissenschaftliche Bibliotheken
  • Studie zur erwarteten Rolle von KI in Bibliotheken und Museen
  • Untersuchung zur Gleichstellung in kanadischen Wissenschaftlichen Bibliotheken
  • Wie oft werden Enzyklopädien heute in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert?
u.v.m.
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Ausgabe 5 / 2021

VERLAGE
„Uns eint die Liebe zum Buch“ – Verlagsgeschichte und -geschichten

VOLKSWIRTSCHAFT
China, Demo­gra­phischer Wandel, Kapitalismus und Migration

LANDESKUNDE
China | Japan | Indien | Indonesien | Iran

RECHT
u.a. Arbeitsrecht | Bank- und Kapitalmarktrecht | Infektionsschutzgesetz

uvm

Beethoven-Briefe der Badischen Landesbibliothek
Zum 250. Geburtstag des Komponisten

Die Musikaliensammlung der Badischen Landesbibliothek gehört zu den größten und bedeutendsten des Landes Baden-Württemberg. Sie ist über Jahrhunderte hinweg gewachsen und reicht von mittelalterlichen Musikhandschriften über die Hofmusik, die in den badischen Residenzen aufgeführt wurde, bis hin zu verschiedensten Nachlässen von Komponisten und Musikern, die über die regionale Musikgeschichte hinaus von großem Stellenwert sind.

Anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven (1770–1827) am 16. Dezember 2020 hat die Badische Landesbibliothek zwei originale Briefe des Komponisten aus ihrem Bestand digitalisiert. Die beiden Beethoven-Autographen mit den Signaturen Don Mus. Autogr. 3 und Don Mus. Autogr. 4 stammen aus der Sammlung der Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen. Online stehen die Digitalisate der Briefe jetzt unter https://digital.blb-karlsruhe.de/6168284 zur Verfügung.

Beethovens Brief vom 2. August 1825 ist an den Musikverlag B. Schott´s Söhne in Mainz gerichtet. Es geht darin um die Missa solemnis in D-Dur op. 123, die er zwischen 1819 und 1823 komponiert hat. Gewidmet ist sie Erzherzog Rudolph von Österreich, dem Bruder des österreichischen Kaisers Franz I. und einem der größten Förderer Beethovens. Heute gilt sie als eines von Beethovens bedeutendsten Werken und eine der berühmtesten Messen der Musikgeschichte. Beethoven verkaufte zunächst einige handschriftliche Exemplare der Missa solemnis an adelige Subskribenten und versicherte ihnen, das Werk nicht drucken lassen zu wollen. Gleichzeitig verhandelte er aus Geldnot parallel mit bis zu sieben Verlegern und bekam entsprechende Vorschüsse, ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Die Erstausgabe erschien schließlich kurz nach Beethovens Tod im April 1827 bei B. Schott´s Söhne in Mainz.

Der zweite Beethoven-Brief ist während eines Krankenaufenthalts seines Neffen Karl im Zeitraum 7. August bis 25. September 1826 entstanden. Nach dem Tod seines Bruders führte Beethoven einen über Jahre andauernden Rechtsstreit mit seiner Schwägerin Johanna um die Vormundschaft für den Jungen, die ihm mehrfach zu- und wieder abgesprochen wurde.

Am 6. August 1826 unternahm Karl einen Selbstmordversuch und verbrachte die darauffolgen-den Wochen im Krankenhaus. Dieser Vorfall führte zum Rücktritt Beethovens von der Vormundschaft. In dem Brief richtete er sich an Karl Holz, seinen persönlichen Sekretär und Berater, und bittet ihn, bei seinem Jugendfreund Stephan von Breuning anzufragen, ob dieser die Vormundschaft für seinen Neffen Karl übernehmen würde. Die Nachfrage hatte Erfolg: Stephan von Breuning wurde zu Karls Vormund bestellt. Er half, den Selbstmordversuch zu vertuschen, und vermittelte die Aufnahme Karls als Kadett im 8. Infanterieregiment in Iglau. Karl van Beethoven war im Testament als Universalerbe bestimmt, als sein berühmter Onkel am 26. März 1827 in Wien verstarb.