5. Februar 2023
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In der Ausgabe 10/01-2022/23 (Jan./Feb. 2023) lesen Sie u.a.:

  • Bibliotheken und die Frage der Interims-Führungskräfte
  • Forderung nach einer standardisierten Kennzeichnung von Preprints
  • Soziale Medien: Ich teile, also weiß ich
  • Die „MINT-Lücke“ in Deutschland
    wird wieder größer
  • Trends 2023: Optimierte Technologien für Klimawandel, Gesundheitskrise etc
  • KI-generierte Texte und Inhalte:
    zwischen Chance und Gefahren
  • Studie: Seit den 1950er-Jahren kaum noch große wissenschaftliche Entdeckungen und Innovationen
  • Digitalisierung am Arbeitsplatz stellt für Beschäftigte oft eine Belastung dar
  • E-Science-Tage 2023
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2022

KUNST | FOTOGRAFIE
Utopie auf Platte

LANDESKUNDE

  • Letzte Geheimnisse des Orients
  • Russland | Putin

PHILOSOPHIE
Ökonomie bei Platon

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Alexander von Humboldt:
Geographie der Pflanzen

RECHT
Staatsrechtslehrer | Rechtsgeschichte | Verfassungsrecht | Verwaltungsrecht | Insolvenzrecht | Steuerrecht | Umwelt- u. Planungsrecht | Zivilprozessrecht | Bürgerliches Recht | Schuldrecht

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150 Jahre Harrassowitz

BIOGRAFIEN
Frauenspuren

uvm

Geisteswissenschaften International:
Katja Diefenbachs wissenschaftliche Publikation
über spekulativen Materialismus erhält Sonderpreis

270.000 Euro Förderung für insgesamt 13 geisteswissenschaftliche Werke

Der Sonderpreis im Rahmen des Programms „Geisteswissenschaften International“ geht in diesem Herbst an Katja Diefenbach. Die Professorin für Kulturphilosophie / Philosophie der Kulturen an der Europa-Universität Viadrina wird für ihre Publikation „Spekulativer Materialismus. Spinoza in der postmarxistischen Philosophie“ prämiert.

Insgesamt profitieren im Herbst 2021 13 geisteswissenschaftliche Werke von einer Übersetzungsförderung. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Fritz Thyssen Stiftung, die VG WORT und das Auswärtige Amt zeichnen zweimal im Jahr hervorragende geistes- und sozialwissenschaftliche Werke aus und finanzieren deren Übersetzung.

Die Jury begründet ihre Entscheidung: „Katja Diefenbachs große Studie zeigt, wie die Rezeption Spinozas der französischen Philosophie seit den 1960er Jahren ganz neue Wege gewiesen hat. Diefenbach zeichnet eine Karte dieser neuen Wege und verfolgt, wie sich die Gedankenbewegungen unterschiedlicher Autor*innen miteinander kreuzen, einander berühren und auseinanderstreben. Dabei schildert sie die Kontroversen, die sich ergeben, nicht aus gleichgültiger Distanz, sondern greift in sie ein. Ihr geht es darum, grundlegende Alternativen des Denkens zu begreifen und in ihnen Partei zu ergreifen. Dabei gelingt ihr in ihrem Buch etwas Erstaunliches: Sie bewegt sich zugleich in hochkomplexen philosophischen Überlegungen und vermag sie so zu durchdringen, dass ihr Sinn, ja, ihre Faszination auch für Laien greifbar wird.“

Die Übersetzung aller ausgezeichneten Werke wird mit der Summe von insgesamt 270.000 Euro finanziert. Ziel der Auszeichnung ist die stärkere internationale Verbreitung deutscher Forschungsergebnisse in den Sozial- und Geisteswissenschaften und die globale Vernetzung deutscher Wissenschaft. Die Zahl der in den englischen Sprachraum vergebenen Lizenzen wird so dauerhaft erhöht: Seit Beginn des Übersetzungsförderungsprogrammes 2008 wurden fast 400 Übersetzungen geisteswissenschaftlicher Werke in namhaften englischsprachigen Verlagen gefördert.

Neben Katja Diefenbach wurden im Herbst 2021 ausgezeichnet:

  • Theodor W. Adorno: „Nachgelassene Schriften, Abteilung V: Vorträge und Gespräche, Band 1: Vorträge 1949-1968. Herausgegeben von Michael Schwarz“ (Suhrkamp)
  • Hans Blumenberg: „Die Lesbarkeit der Welt“ (Suhrkamp)
  • Marian Füssel: „Der Preis des Ruhms“ (C.H. Beck)
  • Isabel Heinemann: „Wert der Familie. Ehescheidung, Frauenarbeit und Reproduktion in den USA des 20. Jahrhunderts“ (De Gruyter)
  • Philipp Kufferath: „Peter von Oertzen (1924-2008). Eine politische und intellektuelle Biografie“ (Wallstein)
  • Hartmut Leppin: „Die frühen Christen“ (C.H. Beck)
  • Wolfgang Streeck: „Zwischen Globalismus und Demokratie. Politische Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus“ (Suhrkamp)
  • Dirk Uffelmann: „Der erniedrigte Christus - Metaphern und Metonymien in der russischen Kultur und Literatur” (Brill Deutschland)
  • Dirk van Laak: „Alles im Fluss. Die Lebensadern unserer Gesellschaft“ (S. Fischer)
  • Thomas Vesting: „Gentleman, Manager, Homo Digitalis. Der Wandel der Rechtssubjektivität in der Moderne“ (Velbrück Wissenschaft)
  • Joseph Vogl: „Kapital und Ressentiment” (C.H. Beck)
  • Philipp Zitzlsperger: „Das Design-Dilemma zwischen Kunst und Problemlösung“ (Hatje Cantz)

Der Jury gehören an: Prof. Dr. Luca Giuliani (Juryvorsitzender), Prof. Dr. Tilman Allert (Universität Frankfurt, emeritiert), Alexander Cammann (Die ZEIT), Prof. Dr. Philipp Gassert (Universität Mannheim), Dr. Jan Niklas Howe (Universität München), Prof. Dr. Doris Kaufmann (Universität Bremen), Prof. Dr. Christoph Menke (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Gloria Meynen (Kunstuniversität Linz), Dr. Martin Rethmeier (De Gruyter),Thedel von Wallmoden (Wallstein Verlag).