8. Februar 2023
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Aktuelles aus
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 10/01-2022/23 (Jan./Feb. 2023) lesen Sie u.a.:

  • Bibliotheken und die Frage der Interims-Führungskräfte
  • Forderung nach einer standardisierten Kennzeichnung von Preprints
  • Soziale Medien: Ich teile, also weiß ich
  • Die „MINT-Lücke“ in Deutschland
    wird wieder größer
  • Trends 2023: Optimierte Technologien für Klimawandel, Gesundheitskrise etc
  • KI-generierte Texte und Inhalte:
    zwischen Chance und Gefahren
  • Studie: Seit den 1950er-Jahren kaum noch große wissenschaftliche Entdeckungen und Innovationen
  • Digitalisierung am Arbeitsplatz stellt für Beschäftigte oft eine Belastung dar
  • E-Science-Tage 2023
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 1 / 2023

ZEITGESCHICHTE
Die Schatten der Bonner Republik

LANDESKUNDE
Japan | Türkei | Iran | Indien

RECHT
Arbeitsrecht | Abfall- und Kreislauf­wirtschaftsrecht

BUCHWISSENSCHAFTEN
Neuerscheinungen

SOZIALWISSENSCHAFTEN
Schuldnerberatung

KINDER- UND JUGENDBUCH
Was ist Krieg?

PHILOSOPHIE

NATURWISSENSCHAFT

VERLAGE

uvm

Portal www.bach-digital.de ist der zentrale Einstiegspunkt
zur Bach‘schen Musik

Acht öffentliche und private Förderer, fünf beteiligte Institutionen, große Zufriedenheit auf Seiten der Förderer und Nutzer: www.bach-digital.de ist zu einem nahezu vollständigen, detailreichen und zugleich überaus erfolgreichen virtuellen Wissensspeicher und Standort der Forschung zum Schaffen der Musikerfamilie Bach herangereift. Mehr als 15 Jahre förderten die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Daimler Fonds, die Commerzbank, The Packard Humanities Institute, die Sächsische Akademie der Wissenschaften, die Stadt Leipzig, die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien und der Freistaat Sachsen die Entstehung und den Betrieb von Bach Digital. Enthalten sind über 60.000 Abbildungen von rund 3200 Werken und ergänzenden Materialien.

Um einen der bedeutendsten Musikschätze der Menschheit – das Gesamtwerk der Bach-Familie – weltweit in bestmöglicher Qualität und mit weitreichenden Informationen einfach zugänglich zu machen, wirkten über Jahrzehnte Musikwissenschaftlerinnen, IT-Entwickler, Bibliothekarinnen, Restauratorinnen, Fotografen, Scan-Operateure, Datenbank-Manager, private Forschende und andere Praktiker aufs Engste zusammen. Sukzessive bauten sie ein Datenbanksystem und ein Webportal auf, in denen die Werke und ergänzenden Materialien von Johann Sebastian Bach, seinen vier Söhnen und weiteren komponierenden Familienmitglieder online präsentiert werden. Erwartet werden nun viele neue Forschungsarbeiten, die weit über das Quellenstudium hinausgehen, etwa indem Skizzen, Werkgenesen, erkennbare Bearbeitungsschichten, Wasserzeichen, Provenienzen oder Informationen zu Schreibern untersucht werden. Dabei wird der Zugriff auf die Wasserzeichendatenbank wie auch auf das Personenmodul mit fast 7570 relevanten Personen von großer Bedeutung sein.

Die Gutachter der DFG bescheinigten der federführenden Staatsbibliothek zu Berlin, dem Bach-Archiv Leipzig, dem Universitätsrechenzentrum der Universität Leipzig, der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden und der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg zum Abschluss dieses gewaltigen Kooperationsprojektes ein sehr gutes Ergebnis, das die eingesetzten Mittel voll und ganz rechtfertige. Hervorragend geplant und koordiniert, sei www.bach-digital.de zugleich in der Fachcommunity wie auch in der allgemein interessierten Öffentlichkeit erfolgreich propagiert worden. Die DFG begrüßte zugleich, dass über eine App künftig auch Laien eingeladen würden, das Portal weiterzuentwickeln, was die ohnehin schon hohen Zugriffszahlen weiter steigern werde. Kurz „Ein sehr gutes Projekt.“

Digitalisiert, erschlossen und umfangreich beschrieben sind nunmehr

  • Werkautographe und originale Aufführungsmaterialien Johann Sebastian Bachs (1685–1750),
  • die von ihm bearbeiteten Werke anderer Komponisten,
  • Abschriften solcher Werke J. S. Bachs, die nicht im Original überliefert sind, sodass den Abschriften der Wert von Primärquellen zukommt,
  • die Werke und Materialien seiner komponierenden Söhne Wilhelm Friedemann, Carl Philipp Emanuel, Johann Christoph Friedrich und Johann Christian Bach.

Zuvor konnten die besitzenden Institutionen die Autographe nur sehr selten bereitstellen, etwa für die Spitzenforschung, Verlagsprojekte oder gelegentlich für Ausstellungen. Nun aber kann jede und jeder Interessierte in die Welt der Bach’schen Musik eintreten. Drei verschiedene Viewer, eine PDF-Ausgabe und ein IIIF-Manifest z.B. zur Einbindung in einen IIIF-Bildbetrachter zeigen die hochaufgelösten Abbildungen in großer Detailgenauigkeit, umfangreiche formale und sachliche Informationen geben Auskunft über Komponisten, Entstehungszeiten, Besetzungen, Bezüge zu anderen Werken und Personen und vieles mehr.

Bach digital - Infos (bach-digital.de)
http://sbb.berlin/y897w2
http://sbb.berlin/iql4bu