INNOVATIV
Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
Linda Freyberg
Sabine Wolf (Hrsg.)
Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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Band 71: Rahel Zoller Band 70: Sabrina Lorenz Band 69: Jennifer Hale Band 68:
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Band 67:
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13. Februar 2026
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In der Ausgabe 10/202501/2026 (Dezember – Januar 2025–2026) lesen Sie u.a.:

  • Soziale Medien und Aufmerksamkeits­entwicklung bei Kindern: Neue Lang­zeitdaten zur ADHS-Risikodiskussion
  • Repositorien im Wandel: Analyse zentraler Einflussfaktoren für die nächsten Jahre
  • Wie inklusiv Sammlungen in Bibliotheken und Archiven wirklich sind
  • Synergien von KI-Chat und Suche:
    Wie unterschiedliche Altersgruppen
    Information Retrieval neu gestalten
  • Kulturerbe-Daten im Zeitalter der KI:
    Ein neues Zugangsmodell für Institutionen
  • Jugendliche, soziale Medien und KI-Chatbots: Digitale Nutzungsrealitäten 2025
  • Buchclubs als unterschätzte Brücke zwischen Campusleben und Bibliothek: Neue Impulse aus US-Hochschulbibliotheken
  • AI Librarian in Japan
  • Altersgrenzen für soziale Medien:
    Europas nächste Regulierungsdebatte
  • KI und Journalismus:
    Neue Machtverschiebungen
    im Markt für Nachrichteninhalte
  • Print ist tot, es lebe Print!
u.v.m.
  fachbuchjournal

Herbert von Halem Promotions-Förderpreis 2022 zweifach vergeben!

Dr. Paula Stehr, Mareike Wieland, Herbert von Halem, Andreas Riedl und Dr. Elena Link (v.l.n.r.)

Gemeinsam mit dem kom­mu­ni­kations- und medien­wis­sen­schaftlichen Mittelbau der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kom­mu­ni­kations­wissenschaft e. V. (DGPuK) wurden die Gewin­ner*innen des Herbert von Halem Promotions-För­der­preises 2022 für vielver­sprechende Disserta­tions­projekte ausgewählt.

Die Begutachtung der ein­gesendeten Vorschläge erfolgte durch eine Jury aus vier promovierten Wissen­schaftler*innen. Alle Ein­reichungen wurden von der Jury bezüglich ihrer Origi­na­lität, ihrer wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Relevanz, der theoretischen Fundierung, ihrem Vorgehen und der Stringenz der Darstellungen begutachtet.

Gewonnen haben Mareike Wieland (Universität Hamburg) und Andreas Riedl (Ludwig-Maximilians-Universität München und Österreichische Akademie der Wissenschaften).

Die Arbeit Smarte Medien, smarte Informationsverarbeitung? Rezeption und Wirkung nicht-intendierter Nachrichtenkontakte im Kontext einer Smartphone-basierten Social Media-Nutzung von Mareike Wieland untersucht die Chancen und Grenzen der sogenannten „incidental news exposure“. Die Jury ist der Meinung, dass die Arbeit auf theoretischer Ebene eine vielversprechende Integration unterschiedlicher theoretischer Ansätze vornimmt und auch mit Blick auf das gewählte Forschungsdesign überzeugt. Mittels einer eigens angepassten Forschungs-App zum ereignisbasierten, signal­kontingenten Experience Sampling mittels Smartphone bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen können nicht nur Unterschiede zwischen Personen analysiert, sondern auch situative Faktoren und Unterschiede im Nachrichten­nutzungs­verhalten einzelner Personen in den Blick genommen werden. Die Arbeit leistet daher einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Informiertheit in Zeiten algorithmisch kuratierter Informationsumgebungen.

Die Arbeit von Andreas Riedl mit dem Titel Nachrichtenqualität als journalistischer Prozess. Demokratietheoretisch fundierte Performanz zwischen Wollen, Sollen und Können widmet sich einem Dauerbrenner der Kommunikations- und Journa­lis­mus­forschung: der Qualität von Nachrichten, und denkt die Thematik auf innovative Weise sowohl theoretisch als auch methodisch neu: Es wird eine überzeugende Systema­tisierung von Nachrichtenqualität entwickelt und auf Basis der Akteur*innen-Struktur-Dynamik werden relevante Einflussfaktoren auf die Qualität von Nachrichten heraus­gearbeitet. Neben der Theoriebildung ist aber auch das aufwändige Mehr­methoden­design des Promotionsprojektes überzeugend. Die Ergebnisse versprechen spannende Implikationen sowohl für die journalistische Praxis als auch neue Impulse für die Medienqualitätsforschung.

Der Preis wurde im September 2022 auf den Kommunikations- und Medien­wissen­schaftlichen Tagen in Salzburg verliehen. Neben Mareike Wieland und Andreas Riedl fand auch die Preisübergabe an Paula Stehr (LMU München) statt, die den Herbert von Halem-Promotions-Förderpreis 2019 für ihre Arbeit Austausch sozialer Unter­stützung in Online-Kommunikationsmodi. Eine Ergänzung um die Perspektive der prosozial Handelnden gewann und aufgrund der Corona-Maßnahmen der letzten Jahre noch nicht offiziell gewürdigt werden konnte.