19. Juli 2024
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Aktuelles aus
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 4/2024 (Juni-Juli 2024) lesen Sie u.a.:

  • Forensische Szien­to­metrik (FoSci) – Wäch­ter der wissen­schaftlichen Integrität
  • NIST Research Data Framework 2.0: Zukunftsweisendes Werkzeug für das Forschungsdatenmanagement
  • Artificial Intelligence in the News: How AI Retools, Rationalizes, and Reshapes Journalism and the Public Arena
  • Large Language Models und ihre Potenziale im Bildungssystem
  • The Use Case Observatory:
    Dreijährige Analyse der wirtschaftlichen, staatlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen von Open Data
  • Die Aufteilung der Kosten einer Volltextdatenbank auf die enthaltenen Zeitschriften: Sechs Methoden
  • Flexibles Arbeiten im Bibliotheksbereich: in die Zukunft und darüber hinaus
  • Die Zukunft der Wissenschaftlichen Monografien: Neue Geschäftsmodelle und der Einfluss der Politik
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Drei Viertel sehen Künstliche Intelligenz als Chance

Mehr als die Hälfte geht davon aus, dass KI die Gesellschaft
binnen fünf Jahren verändern wird – oder das schon tut

Der Chatbot antwortet druckreif auf jede Frage oder die App malt ein Bild nach Anweisung und im gewünschten Stil – eine breite Öffentlichkeit hat in den vergangenen Wochen und Monaten ausprobiert, was Künstliche Intelligenz inzwischen leisten kann. Rund drei Viertel der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger (73 Prozent) sind inzwischen der Meinung, dass KI eine Chance ist. 26 Prozent sehen KI ausschließlich als Chance, 47 Prozent eher als Chance. Dagegen halten 14 Prozent KI eher für eine Gefahr, ein Zehntel (10 Prozent) sieht sie sogar ausschließlich als Gefahr. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1.007 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Wir erleben bei der Künstlichen Intelligenz gerade einen historischen Moment: Erstmals sprechen Computer wirklich unsere Sprache und wir müssen nicht mehr die Sprache der Computer lernen, um sie zu verstehen oder anzuleiten“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Schon heute kann man sagen, dass Künstliche Intelligenz die Technologie des Jahres 2023 sein wird. In den kommenden Jahren wird KI die Welt stärker verändern, als es eine so große Innovation wie das Smartphone getan hat.“

Die Erwartungen an KI sind in der Bevölkerung hoch. 8 von 10 (79 Prozent) sind überzeugt, dass KI die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken wird – vor drei Jahren lag der Anteil noch bei 66 Prozent. Zwei Drittel (66 Prozent) wünschen sich heute, dass KI genutzt wird, wenn die Technologie ihnen konkrete Vorteile bringt, etwa in der Medizin oder im Verkehr. Und rund die Hälfte (51 Prozent) gibt an, bereits heute im Alltag regelmäßig Produkte und Dienste wie etwa Sprachassistenten zu nutzen, die auf KI basieren. Rund ein Drittel (35 Prozent) fürchtet, dass der Mensch durch Maschinen entmündigt wird, 2020 teilten mit 46 Prozent noch deutlich mehr Menschen diese Sorge. Nur 26 Prozent gehen davon aus, dass KI die großen Erwartungen nicht erfüllen wird (2020: 28 Prozent). Eine breite Mehrheit (88 Prozent, 2020: 85 Prozent) wünscht sich aber zugleich, dass KI-Software in Deutschland besonders gründlich geprüft und erst nach Zulassung in Geräten genutzt werden darf. Ein Drittel (34 Prozent, 2020: 44 Prozent) fordert zugleich, dass KI in bestimmten Anwendungsbereichen verboten werden sollte. „Wir brauchen Leitlinien für den Einsatz von KI. Diese Leitlinien müssen so ausgestaltet werden, dass der Nutzen von KI maximiert und Risiken minimiert werden“, so Berg.

Die meisten Menschen meinen, dass Künstliche Intelligenz unsere Gesellschaft in den kommenden Jahren spürbar verändern wird – oder das schon tut. 28 Prozent sagen, die Veränderungen sind bereits feststellbar, 30 Prozent erwarten das in den kommenden fünf Jahren, 13 Prozent in den nächsten zehn und 11 Prozent in den nächsten 20 Jahren. Nur 8 Prozent rechnen damit frühestens in mehr als 20 Jahren und gerade einmal 4 Prozent glauben, dass KI die Gesellschafft nie spürbar verändern wird.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.007 Personen ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Sehen Sie Künstliche Intelligenz eher als Chance oder eher als Gefahr?“, „Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zu Künstlicher Intelligenz zu bzw. nicht zu?“ mit Prozentwerten für » Stimme voll und ganz zu« und »Stimme eher zu« und „Was glauben Sie, wann wird Künstliche Intelligenz die Gesellschaft spürbar verändern, unabhängig davon ob negativ oder positiv?“.