23. Mai 2024
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Essentials

In der Ausgabe 3/2024 (Mai-Juni 2024) lesen Sie u.a.:

  • KI verursacht immer mehr Besorgnis bei Kreativen, Arbeit­nehmern – und Hochschulen
  • Audio-Nutzung in Deutschland: Weniger Radio, mehr Podcasts, mehr Streaming – Bibliotheken noch zurückhaltend
  • Neue wissenschaftliche Zeitschriften: Ein internationaler Überblick
  • Künstliche Intelligenz: Wie sie die Arbeits­märkte revolutioniert und wer davon profitiert
  • Übersicht der europäischen institutionellen Verlagslandschaft: Einblicke aus der DIAMAS-Umfrage
  • Google Scholar unter der Lupe: Eine Analyse der Anfälligkeit für Manipulationen
  • Welche Vorteile haben digitale Ausstellungen von wissenschaftlichen Bibliotheken?
  • Generation Z entdeckt die Liebe zum physischen Buch: Lesen ist sexy
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Durch Licht zur Nacht – 90 Jahre Bücherverbrennung.
Umfassendes GedenkProgramm der Staatsbibliothek
mit zahlreichen Kooperationspartnern

Am 10. Mai erinnert die Staatsbibliothek zu Berlin an die Bücherverbrennung, die 1933 in Sichtweite der Bibliothek auf dem ehemaligen Opernplatz stattgefunden hat. Zum 90. Jahrestag widmen sich vier Veranstaltungen diesem frühen Höhepunkt nationalsozialistischer Kulturbarbarbei und Entrechtung.

Anlässlich des 90. Jahrestages der Bücherverbrennungen vom 10. Mai 1933 organisiert die Staatsbibliothek zu Berlin rund um den 10. Mai 2023 ein mehrteiliges Gedenkprogramm mit zahlreichen Kooperationspartnern. Gemeinsam setzen sechs Institutionen ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Hass. Während vor 90 Jahren über 20.000 Bände von Autor:innen und Wissenschaftler:innen wie Irmgard Keun, Erich Kästner, Bertold Brecht, Magnus Hirschfeld und Anna Seghers vernichtet wurden, werden auch heute weltweit immer noch Grundrechte eingeschränkt, Oppositionelle verfolgt und literarische Texte aus Schulbibliotheken entfernt.

„Gerade mit Blick auf die aktuellen Einschränkungen von Meinungs- und Kunstfreiheit an vielen Orten der Erde sieht die Staatsbibliothek eine besondere Verantwortung, das Gedenken an das historische Unrecht und dessen gravierende Folgen präsent zu halten“, erklärt Prof. Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek. „Als der Freiheit verpflichteter Ort garantieren wir offenen Zugang zu Literatur und Information. Dafür werden wir immer wieder auf’s Neue einstehen.“

Das Programm beginnt am Abend des 9. Mai mit einer Vorführung von Dominik Grafs Film Jeder schreibt für sich allein. Schriftsteller im Nationalsozialismus. Am 10. Mai finden im Beisein von Kulturstaatsministerin Claudia Roth zur Mittagszeit auf dem heutigen Bebelplatz, dem zentralen Ort der Bücherverbrennung 1933 in Berlin, Lesungen mit musikalischer Begleitung statt. Am Nachmittag verleiht der Verein der Freunde der Staatsbibliothek den Max-Herrmann-Preis in Erinnerung an den verfolgten und in Theresienstadt ermordeten Berliner Wissenschaftler. Den Abschluss bildet eine Abendveranstaltung zur Zerstörung des Instituts für Sexualwissenschaft von Magnus Hirschfeld, die in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld realisiert wird.

In vielen Städten des Deutschen Reichs verbrannten nationalsozialistische Studierende, Parteimitglieder und andere Eiferer in Zusammenarbeit mit dem von Joseph Goebbels geführten Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda am 10. Mai 1933 im Rahmen der Propaganda-Aktion „wider den undeutschen Geist“ die Werke von Autor:innen und Wissenschaftler:innen, die von der NS-Politik als „undeutsch“ begriffen wurden: jüdische, marxistische, kommunistische, pazifistische und oppositionelle Literatur und Forschung wurde unter sogenannten „Feuersprüchen“ in einem reichsweit abgestimmten Ritual zerstört. Viele verfemte Geister wurden in den folgenden Jahren in die Emigration getrieben. Nicht wenige sind noch heute weithin vergessen.

PROGRAMM

Dienstag, 9. Mai 2023, 18 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin, Potsdamer Straße 33, Otto-Braun-Saal

„Jeder schreibt für sich allein. Schriftsteller im Nationalsozialismus“ –
Gespräch und Filmvorführung

Mit Felix von Boehm und Thomas Sparr.

Weitere Informationen unter: http://sbb.berlin/y8strk

In Kooperation mit dem Verein der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin.


Mittwoch, 10. Mai 2023, 11:30 Uhr

Bebelplatz, Unter den Linden

Durch Licht zu Nacht – Erinnerungslesung an 90 Jahre Bücherverbrennung

Mit Claudia Roth, Klaus Lederer, Tessa Ganserer, Maxim Leo, Eva Menasse, Claudia Michelsen, Nasir Ahmad Nadeem, Meral Simsek, Natalia Wörner und Wissenschaftler:innen der HU. Die musikalische Begleitung übernehmen Ensembles der Barenboim-Said-Akademie und der Staatsoper Unter den Linden.

Weitere Informationen unter: http://sbb.berlin/daqsnb

In Kooperation mit Bertelsmann, der Staatsoper Unter den Linden,
der Barenboim-Said-Akademie, der Humboldt-Universität,
der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und PEN Berlin.


Mittwoch, 10. Mai 2023, 16 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 8, Wilhelm-von-Humboldt-Saal

Verleihung des Max-Hermann-Preis 2023

Weitere Informationen unter: http://sbb.berlin/rxnh4j

In Kooperation mit dem Verein der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin.


Mittwoch, 10. Mai 2023, 19 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 8, Wilhelm-von-Humboldt-Saal

Ausgelöscht – Verloren – Wiederentdeckt. Abendveranstaltung anlässlich
des 90. Jahrestages der Zerstörung des Instituts für Sexualwissenschaft

Mit Sven Lehmann, Dr. Jens Dobler, Ruth Schröder, Dr. Uwe Hartmann,
Prof. Dr. Achim Bonte Rebecca Knecht, Chantal Fleur-Sandjon,
Conny-Hendrik Schälicke und Helmut Metzner.

Weitere Informationen unter: http://sbb.berlin/erhq9f

In Kooperation mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.