20. Mai 2024
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Essentials

In der Ausgabe 3/2024 (Mai-Juni 2024) lesen Sie u.a.:

  • KI verursacht immer mehr Besorgnis bei Kreativen, Arbeit­nehmern – und Hochschulen
  • Audio-Nutzung in Deutschland: Weniger Radio, mehr Podcasts, mehr Streaming – Bibliotheken noch zurückhaltend
  • Neue wissenschaftliche Zeitschriften: Ein internationaler Überblick
  • Künstliche Intelligenz: Wie sie die Arbeits­märkte revolutioniert und wer davon profitiert
  • Übersicht der europäischen institutionellen Verlagslandschaft: Einblicke aus der DIAMAS-Umfrage
  • Google Scholar unter der Lupe: Eine Analyse der Anfälligkeit für Manipulationen
  • Welche Vorteile haben digitale Ausstellungen von wissenschaftlichen Bibliotheken?
  • Generation Z entdeckt die Liebe zum physischen Buch: Lesen ist sexy
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Startschuss für fünf neue Open-Access-Projekte

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert lebendige Open-Access-Kultur

Open Access (OA), der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, sollte der Normalzustand beim wissenschaftlichen Publizieren sein. Da sind sich die meisten Forschenden, wissenschaftlichen Einrichtungen und Förderer einig, denn Open Access ist eine Voraussetzung für schnellen wissenschaftlichen Fortschritt. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verschiedene Projekte, die den Wandel der Publikationslandschaft unterstützen und die Etablierung einer gelebten Open-Access-Kultur in der deutschen Forschungs- und Wissenschaftspraxis beschleunigen.

Fünf neue BMBF-finanzierte Open-Access-Projekte starten im September 2023 an der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften. Die Projekte, die die TIB zum Teil mit Partner:innen durchführt, beschäftigen sich mit unterschiedlichen Aspekten von Open Access.

Es geht um

  • die Untersuchung von Chancenungleichheiten beim Open-Access-Publizieren für bestimmte Gruppen von Forschenden und Empfehlungen für Verbesserungen,
  • alternative Finanzierungsmöglichkeiten für Open-Access-Publikationen,
  • bessere Sichtbarkeit von Open-Access-Zeitschriften,
  • die effiziente maschinengestützte Nachnutzung von Open-Access-Publikationen und die dadurch bessere Auffindbarkeit und Vergleichbarkeit von Forschungsergebnissen,
  • den Aufbau eines Vergleichsportals für die Preise von Publikationsdienstleistungen.

„So verschieden die fünf Projekte auch sind, eins haben sie gemeinsam: Jedes einzelne führt uns einen Schritt näher an die Etablierung einer gelebten Open-Access-Kultur und zu einer vielfältigeren, offeneren und gerechteren Publikationskultur, für die wir uns als TIB bereits seit vielen Jahren einsetzen“, erklärt Prof. Dr. Sören Auer, Direktor der TIB.

Die Open-Access-Projekte im Überblick

Die fünf Projekte starten alle am 1. September 2023 und haben eine Laufzeit von 24 bzw. 36 Monaten. Eine ausführliche Beschreibung der Projekte gibt es im TIB-Blog.

IDAHO: Chancenungleichheit im Wissenschaftssystem –
Welche Hürden gibt es beim Open-Access-Publizieren?

Das Projekt IDAHO untersucht Hürden beim Open-Access-Publizieren für bestimmte Gruppen von Forschenden im bestehenden Wissenschaftssystem. Es sollen Empfehlungen erarbeitet werden, wie diese Chancenungleichheit und Ungerechtigkeit verringert bzw. abgeschafft werden kann und die Open-Access-Kultur damit inklusiver, gerechter und diverser wird.

Projekt: IDentifikAtion von Hürden zum Open-Access-Publizieren für Forschende mit schwacher institutioneller Anbindung – epistemische Ungerechtigkeit im wissenschaftlichen Publizieren | Laufzeit: 01.09.2023-31.08.2025 (24 Monate) | https://projects.tib.eu/idaho

KOALA-AV: Finanzierung von Open-Access-Publikationen – Wie können Konsortien genutzt werden, um Open Access ohne Gebühren für Autor:innen nachhaltig zu finanzieren?

Das Projekt KOALA-AV widmet sich dem Auf- und Ausbau sowie der Verankerung konsortialer Open-Access-Lösungen. Konsortiale Finanzierungsmodelle ermöglichen sogenanntes Diamond Open Access, also Open-Access-Angebote ohne Article Processing Charges (APCs). Statt die anfallenden Kosten auf die Autor:innen umzulegen und so zahlungsschwache Autor:innen vom wissenschaftlichen Diskurs auszuschließen, bieten konsortiale Modelle eine wissenschaftsfreundliche Alternative zum kostenpflichtigen Publizieren und führen zu einer lebendigen Open-Access-Kultur.

Projekt: KOALA-AV – Konsortiale Open-Access-Lösungen aufbauen, ausbauen und verankern | Partner:in: Universität Konstanz, Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) | Laufzeit: 01.09.2023-31.08.2025 (24 Monate) | https://tib.eu/projekt-koala-av

KOMET: Für ein diverseres Open-Access-Ökosystem – mehr Sichtbarkeit von unabhängigen Open-Access-Zeitschriften durch bessere Metadaten

Das Projekt KOMET will die Metadatenprozesse sogenannter scholar-led – wissenschaftsgetragener, unabhängiger und nicht profitorientierter – Open-Access-Zeitschriften verbessern. Dadurch sollen diese Zeitschriften im Wissenschaftssystem sichtbarer und damit ihre Bedeutung als Publikationsort erhöht werden.

Projekt KOMET – Kollaborative Anreicherung der Metadatenallmende zur Förderung eines diversen Open-Access-Ökosystems | Partner:in: Technische Universität Dresden | Laufzeit: 01.09.2023-31.08.2025 (24 Monate | https://projects.tib.eu/komet

Mehr-OA: Mehrwerte von Open Access für die datengestützte Forschung und Entwicklung – Open-Access-Publikationen leichter finden, vergleichen und vernetzen

Das Projekt „Mehr-OA“ will die Mehrwerte von Open Access für die eigene Forschung deutlich machen, denn die Open-Access-Transformation kann nur gemeinsam mit den Forschenden gelingen. Deshalb werden am Beispiel der Plasmaforschung Methoden für eine effiziente maschinengestützte Nachnutzung von OA-publizierten Forschungsergebnissen entwickelt. Die Inhalte aus zentral abgelegten OA-Publikationen werden mithilfe moderner Verfahren des maschinellen Lernens automatisch extrahiert und im Sinne von Open Knowledge in strukturierter Form im Open Research Knowledge Graph bereitgestellt. Relevante OA-Publikationen können so einfacher gefunden, direkt verglichen und mit Forschungsdaten, Patenten und weiteren Informationsquellen vernetzt werden.

Projekt „Mehrwerte von Open Access für die datengestützte Forschung und Entwicklung“ (Mehr-OA) | Partner:in: Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V (INP) | Laufzeit: 01.09.2023-31.08.2026 (36 Monate)

PANTER – Publishing Analytics Tracker: ein Vergleichsportal für Finanzierungsmodelle, Preise und Preisentwicklungen auf dem Open-Access-Zeitschriftenmarkt

Im Projekt PANTER soll ein zuverlässiges, frei verfügbares Vergleichsportal für Finanzierungsmodelle, Preise und Preisentwicklungen auf dem Open-Access-Zeitschriftenmarkt entstehen. Es ermöglicht dann allen Akteur:innen im Open-Access-Bereich, Preise für Publikationsdienstleistungen zu vergleichen. Gleichzeitig schafft es Transparenz in der Preispolitik auf dem Publikationsmarkt und macht mittel- und langfristige Trends sichtbar.

Projekt „PANTER – Publishing Analytics Tracker“ | Partner:innen Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden / (SLUB), Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden | Laufzeit: 01.09.2023-31.08.2025 (24 Monate) | https://tib.eu/projekt-panter

https://www.tib.eu/