16. Januar 2018
  NEWS

Elsevier beschleunigt durch „Article-Based-Publishing“ den Publikationsprozess

Finale und zitierfähige Artikel können nun bereits vor Erscheinen
eines wissenschaftlichen Journals veröffentlicht werden;
Publikationsprozess wird um durchschnittlich sieben Wochen beschleunigt

Elsevier hat das „Article-Based-Publishing“ eingeführt – ein neues Modell, das es möglich macht, Artikel in finaler und zitierfähiger Form bereits vor Erscheinen einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift zu veröffentlichen.

Mit zunehmendem Fokus auf Online-Publishing steigt der Bedarf an innovativen Modellen zur Veröffentlichung einzelner Artikel im Internet, die sich eher an den Artikeln selber, als an gedruckten wissenschaftlichen Zeitschriften orientieren.

„Article-Based-Publishing ist ein Meilenstein für die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen. Jetzt können Beiträge innerhalb weniger Wochen nach der Freigabe publiziert werden. Damit bekommen Fachzeitschriften einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung“, sagt Professor René Janssen, Editor der Zeitschrift Organic Electronics. „Gleichzeitig profitieren die Autoren davon, dass die Resultate ihrer Forschungen schneller veröffentlicht werden.“

Jahrhundertelang wurden Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht, und zwar Ausgabe für Ausgabe. Auf diese Weise konnten zwar die erforderlichen Informationen zu Zitationen sichergestellt werden, doch jeder einzelne Artikel unterlag zeitlichen Einschränkungen. Durch das Article-Based-Publishing ist es nun möglich, Artikel in ihrer finalen Form mit Angaben zu Band, Heft und Seitenzahl bereits vor Erscheinen der Fachzeitschrift zu veröffentlichen. Dieser neue Weg beschleunigt das Publizieren von Beiträgen um durchschnittlich sieben Wochen.

Für Fachzeitschriften, die das Article-Based-Publishing-Modell nutzen, werden die Artikel unter „Issue in Progress“ auf ScienceDirect veröffentlicht. Da es sich um einen Industriestandard handelt, wird das traditionelle System der Nummerierung von Band und Heft beibehalten. Zudem ist ersichtlich, wann die komplette Fachzeitschrift veröffentlicht wurde. Daneben ist die Liste „Article in Press“ weiterhin verfügbar, die für akzeptierte Manuskripte und unkorrigierte Druckfahnen genutzt wird. Diese Liste wird allerdings im Laufe der Zeit verkürzt. Obwohl die darin enthaltenen Beiträge noch nicht offiziell veröffentlicht sind, können sie für den schnellen Zugang zu neuen Forschungsergebnissen wertvoll sein.

„Article-Based-Publishing ist ein Kernstück von Elseviers Bestrebungen, neue Wege zur Beschleunigung und Verbesserung des Publikationsprozesses zu finden“, sagt Martin Tanke, Managing Director von S&T Journals bei Elsevier. „Gemeinsam mit den Modellen „PeerChoice“ (http://www.elsevier.com/wps/find/authored_newsitem.cws_home/companynews05_01567) und „Article of the Future“ (http://www.elsevier.com/wps/find/authored_newsitem.cws_home/companynews05_01279) entsprechen wir damit den Wünschen unserer Kunden nach Publishing-Innovationen.“

Für 2011 ist geplant, zur gleichen Zeit mehrere „Issues in Progress“ für eine Fachzeitschrift anzubieten. Damit wird es dann möglich sein, thematische, reguläre und Sonder-Ausgaben gleichzeitig zu publizieren, was die Veröffentlichungszeiten weiter reduziert.


Goooooogle-Anzeigen