29. Mai 2024
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 3/2024 (Mai-Juni 2024) lesen Sie u.a.:

  • KI verursacht immer mehr Besorgnis bei Kreativen, Arbeit­nehmern – und Hochschulen
  • Audio-Nutzung in Deutschland: Weniger Radio, mehr Podcasts, mehr Streaming – Bibliotheken noch zurückhaltend
  • Neue wissenschaftliche Zeitschriften: Ein internationaler Überblick
  • Künstliche Intelligenz: Wie sie die Arbeits­märkte revolutioniert und wer davon profitiert
  • Übersicht der europäischen institutionellen Verlagslandschaft: Einblicke aus der DIAMAS-Umfrage
  • Google Scholar unter der Lupe: Eine Analyse der Anfälligkeit für Manipulationen
  • Welche Vorteile haben digitale Ausstellungen von wissenschaftlichen Bibliotheken?
  • Generation Z entdeckt die Liebe zum physischen Buch: Lesen ist sexy
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Abschalten am Jahresende:
Erreichbarkeit während des Weihnachtsurlaubs sinkt

Knapp die Hälfte ist trotz Urlaub rund um Weihnachten und Neujahr erreichbar

Das neue Buch lesen, Zeit mit der Familie verbringen oder einfach mal die Füße hochlegen: Zwischen den Jahren nutzen wieder mehr Deutsche ihre freien Tage, um tatsächlich abzuschalten. Unter den Berufstätigen, die in diesem Jahr in der Weihnachts- und Silvesterzeit frei haben, ist nur noch knapp die Hälfte (49 Prozent) trotz Urlaubs dienstlich erreichbar.

Vor 5 Jahren waren es noch fast drei Viertel (2018: 71 Prozent). Während es 2019 ebenso noch 71 Prozent waren, zeigt sich seit Corona ein Trend weg von der permanenten Verfügbarkeit: 2020 waren noch 61 Prozent während ihres Urlaubs am Jahresende erreichbar, 2021 53 Prozent und 2022 55 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.006 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 392 Berufstätige, die in diesem Jahr Urlaub haben.

Vor allem den 30- bis 49-Jährigen ist es demnach wichtig, im Weihnachts-Urlaub ansprechbar zu sein (54 Prozent). Unter den Jüngsten (16 bis 29 Jahre) sind dagegen nur 46 Prozent, unter den Älteren (50 bis 64 Jahre) 43 Prozent. „Das Bewusstsein für eine ausgewogene Work-Life-Balance wächst. Gerade wenn die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben durch Möglichkeiten zum Homeoffice und mobilem Arbeiten verschwimmen, sind ungestörte Auszeiten wichtig – sowohl für das persönliche Wohlbefinden als auch für die Arbeitsleistung. Es sollten also alle gemeinsam ein Interesse haben, den Urlaub auch wirklich Urlaub sein zu lassen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Praktisch alle, die im Weihnachtsurlaub erreichbar sind, lassen sich per Kurznachricht wie zum Beispiel SMS oder WhatsApp kontaktieren (48 Prozent). Fast ebenso viele gehen dienstlich ans Telefon (47 Prozent). Mails lesen 44 Prozent während des Urlaubs. Videotelefonate etwa über Skype, Zoom oder Facetime führen 22 Prozent, per Kollaborationstools wie zum Beispiel Microsoft Teams oder Slack sind hingegen nur 5 Prozent erreichbar.

Hinter der Erreichbarkeit steckt dabei vor allem die (angenommene) Erwartungshaltung der Führungsebene: Die Mehrheit (58 Prozent) ist erreichbar, da sie davon ausgeht, dass ihre Vorgesetzen dies erwarten. Bei 43 Prozent erwarten es nach eigener Ansicht ihre Kundinnen und Kunden, 40 Prozent gehen davon aus, dass die Kolleginnen und Kollegen es erwarten. Ein Viertel (25 Prozent) meint, dass Geschäftspartnerinnen und -partner Erreichbarkeit auch um die Feiertage erwarten, 15 Prozent nehmen das von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an. Nur 13 Prozent der Berufstätigen, die während des Urlaubs erreichbar sind, möchten dies ausdrücklich von sich aus sein.

„Arbeitgeber sind in der Pflicht, während der Abwesenheit funktionierende Vertretungslösungen zu organisieren“, sagt Rohleder. „Ausnahmen für die Erreichbarkeit gelten zwar zum Beispiel für leitende Angestellte, wenn eine Erreichbarkeit aber notwendig ist, sollten klare und einvernehmliche Regelungen zum Beispiel im Sinne eines Bereitschaftsdienstes getroffen werden.“

Dazu wurden 1.006 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 392 Berufstätige, die in diesem Jahr Urlaub haben. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 45 bis KW 47 2023 statt. Die Gesamtumfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Sind Sie Weihnachten, zwischen den Jahren und Neujahr beruflich erreichbar, sofern Sie Urlaub haben?“ und „Warum sind Sie während des Urlaubs erreichbar?“