19. Januar 2018
  NEWS

Bürgerschaftliches Engagement in Bibliotheken
braucht Anerkennung und klare Rahmenbedingungen

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. hat gemeinsam mit den drei kirchlichen Verbänden Borromäusverein e.V., dem Evangelischen Literaturportal e.V. – Verband für Büchereiarbeit und Leseförderung und dem Sankt Michaelsbund, Landesverband Bayern e.V. seinen Standort zum Bürgerschaftlichen Engagement in Bibliotheken neu bestimmt. Unterstützt durch eine repräsentative Bibliotheksumfrage hat eine Arbeitsgruppe aus Verbandsvertretern die unterschiedlichen Funktionen von Ehrenamtlichen definiert und notwendige Anforderungen formuliert. Die Verbände rufen Entscheidungsträger in Politik, Verwaltung und der freien Träger dazu auf, ehrenamtliches Engagement anzuerkennen, nicht als Lückenbüßer zu mißbrauchen und klare Rahmenbedingungen zu setzen.

Bibliotheken gehören mit mehr als 200 Millionen Besuchen pro Jahr zu den am häufigsten genutzten Kultur- und Bildungseinrichtungen in Deutschland. Bibliotheken benötigen als Dienstleistungseinrichtungen in angemessenem Umfang hauptamtliches und fachlich qualifiziertes Personal. Auch eine angemessene Sachfinanzierung ist zwingend notwendig. Daher fordern die Verbände bibliotheksgesetzliche Regelungen, die die Einrichtung und den Unterhalt leistungsstarker und moderner Bibliotheken vorsieht. Freundeskreise, Sponsoren, Spender, Ehrenamtliche, Fördervereine und freiwillig Tätige unterstützen Bibliotheken in Kommunen, Kirchengemeinden, Ländern, Universitäten, Hochschulen und anderen Wissenschaftseinrichtungen im Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements bereits seit Jahrzehnten. Es ist an der Zeit, bürgerschaftliches Engagement in Bibliotheken differenzierter zu betrachten und anzuerkennen. Die bibliothekarischen Verbände fordern für das Bürgerschaftliche Engagement:

Die ausführliche Standortbestimmung „Bibliotheken und Bürgerschaftliches Engagement“ und eine Zusammenfassung der Umfrageergebnisse sind auf der Website unter: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/publikationen.html nachzulesen.


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