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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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16. August 2026
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In der Ausgabe 06/2026 (August 2026) lesen Sie u.a.:

  • Was Hochschul­bibliotheken von ihren Hochschulen lernen müssen
  • Kinder in der digitalen Welt
  • Metadaten als Infrastruktur
  • Wenn Bots katalogisieren
  • Von Abschlusskleidern bis
    Geisterjagd-Ausrüstung in der
    „Library of Things“ unterwegs
  • Lesen als Infrastrukturaufgabe
  • Wie Jugendliche Social Media
    wirklich erleben
  • Warum KI-Angst beim wissenschaftlichen Schreiben nicht nur schlecht ist
  • Nur jede vierte Universitätsbibliothek veröffentlicht ihre Digital-Preservation-Policy
  • Dua Lipa eröffnet Bibliothek für
    verbotene und zensierte Bücher in Porto
  • Lesen im Zeitalter der Ablenkung
  • Wiley übernimmt Emerald und baut
    KI-relevantes Forschungsportfolio aus
  • KI prägt den Markt für Bibliothekssysteme
  • Hörbuchmarkt wächst weiter,
    KI-Stimmen stoßen auf Vorbehalte
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Gemeinsam für das Kulturerbe: Schwedische Botschafterin übergibt mittelalterliche Handschrift an die Staatsbibliothek zu Berlin

Am 15. Juli 2025 übergibt Ihre Exzellenz die Botschafterin des Königreichs Schweden Veronika Wand-Danielsson in feierlichem Rahmen eine kostbare französischsprachige Handschrift aus dem späten 14. Jahrhundert an die Staatsbibliothek zu Berlin. Die Handschrift, in Schweden unter dem Titel „Medeltidshandskrift 53“ bekannt, war ursprünglich Teil des historischen Bestandes der Staatsbibliothek.

Die mit sogenannten Fleuronnée-Initialen reich verzierte Handschrift wurde 1887 von der damaligen Preußischen Staatsbibliothek erworben und unter der Signatur „Ms. gall. oct. 28“ geführt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie – wie viele andere wertvolle Objekte – zum Schutz vor Bombenangriffen nach Schlesien ausgelagert. Dort jedoch verlor sich ihre Spur. Sie wurde vermutlich entwendet und ohne dokumentierte Herkunft auf dem internationalen antiquarischen Markt angeboten. 1965 gelangte sie ohne Kenntnis von etwaigen Ansprüchen in den Besitz der Universitätsbibliothek Lund (Schweden), wo sie über Jahrzehnte sorgfältig aufbewahrt wurde.

Dank intensiver Provenienzforschung und Zusammenarbeit beider Bibliotheken konnte nun zweifelsfrei festgestellt werden, dass es sich bei „Medeltidshandskrift 53“ um das einstige Berliner Exemplar handelt. Für die Identifikation waren vor allem Hinweise aus der Handschriftenforschung entscheidend, etwa die Beschreibung dekorativer Merkmale wie aufwendig gestalteter Initialen in blau, rot und grün, die mit filigranen Füllungen und kunstvollen Federzeichnungen versehen sind.

Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin, erläutert: „Die Rückgabe der Handschrift seitens der Universitätsbibliothek Lund steht beispielhaft für einen verantwortungsvollen und respektvollen Umgang mit Kulturgut. Dass die Universitätsbibliothek Lund die Rückgabe dieses wertvollen Manuskripts ermöglicht hat, zeugt von großem Verantwortungsbewusstsein. Wir sind dankbar für die Offenheit, mit der unsere schwedischen Partner auf uns zugekommen sind. Dieses gelungene Miteinander setzt ein starkes Zeichen dafür, wie gewinnbringend Provenienzarbeit heute gestaltet werden kann.“

Die Übergabe durch die schwedische Botschafterin markiert nicht nur die Rückkehr einer lange vermissten Handschrift, sondern setzt auch ein bedeutendes Zeichen für den internationalen Kulturgüteraustausch und die Verantwortung öffentlicher Institutionen gegenüber ihrem kulturellen Erbe. Aus der Wissenschaft wurde bereits erstes Interesse an weiterführender Forschung signalisiert.

Weitere Informationen zur Handschrift finden Sie im Alvin-Portal.