26. Oktober 2021
  LESETIPPS bei b.i.t.online
  WEITERE NEWS
 
Aktuelles aus
L
ibrary
Essentials
[+]
[X]

In der Ausgabe 7/2021 (Oktober 2021) lesen Sie u.a.:

  • Die idealen Eigen­schaften für die Arbeit in Bibliotheken in Zeiten des Wandels
  • Preprints haben durch COVID-19 einen enormen Aufschwung erfahren
  • Die Auswirkungen von COVID-19 auf Wissenschaftliche Bibliotheken
  • Studie zur erwarteten Rolle von KI in Bibliotheken und Museen
  • Untersuchung zur Gleichstellung in kanadischen Wissenschaftlichen Bibliotheken
  • Wie oft werden Enzyklopädien heute in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert?
u.v.m.
  fachbuchjournal
[+]
[X]
Ausgabe 5 / 2021

VERLAGE
„Uns eint die Liebe zum Buch“ – Verlagsgeschichte und -geschichten

VOLKSWIRTSCHAFT
China, Demo­gra­phischer Wandel, Kapitalismus und Migration

LANDESKUNDE
China | Japan | Indien | Indonesien | Iran

RECHT
u.a. Arbeitsrecht | Bank- und Kapitalmarktrecht | Infektionsschutzgesetz

uvm

In der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek
fördert die Bundesregierung die Suche nach NS-Raubgut

Im November 2008 startet an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek ein Projekt zur Suche nach Büchern, die während der Zeit des Nationalsozialismus ihren rechtmäßigen Eigentümern geraubt wurden. Möglich wird dieses dank der Förderung durch die Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung am Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek ist die erste und bisher einzige Bibliothek, die von der Arbeitsstelle Förderung für ein längerfristiges, systematisches Projekt erfährt.

Im Ergebnis will die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Klarheit über möglicherweise geraubte Bücher in ihrem Haus haben. Das Projekt ist ein wichtiger und bewusster Beitrag zur Auseinandersetzung mit den bis heute nachwirkenden Folgen des Nationalsozialismus. Auch Bibliotheken waren Nutznießer oder Akteure beim Raub von Büchern.

Der Direktor der Bibliothek, Dr. Georg Ruppelt, sagte: „Wir sind dankbar und froh, dass wir unsere Bibliothek nun durchforschen können. Es ist für mich eine unerträgliche Vorstellung, dass in unseren Beständen Bücher stehen könnten, die durch Raub oder Mord hierher gekommen sind.“

Das Projekt baut auf Vorarbeiten auf, die seit 2002 an der Bibliothek durchgeführt wurden, darunter drei internationale Symposien zum Thema NS-Raubgut, die im November 2002, im Mai 2005 und im November 2007 stattfanden.

Aber es geht nicht nur um die Suche nach geraubten oder möglicherweise unrechtmäßig erworbenen Büchern; auch die Rückgabe dieser Bücher an ihre rechtmäßigen Eigentümer oder deren Nachfahren soll vorbereitet werden.

Das Projekt wird die folgenden Arbeitsschritte enthalten:

  • Identifizierung belasteter Bücher und Klärung der Erwerbungsumstände für diese Bücher anhand bibliothekseigener und externer Quellen;
  • Überprüfung der Bücher auf mögliche Eigentümerhinweise wie Stempel, Exlibris, Widmungen u. ä.;
  • Dokumentation der Bücher im elektronischen Katalog der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek und Information der Öffentlichkeit;
  • Identifizierung der Eigentümer und – wo möglich – Vorbereitung von Rückgaben.