2. Juli 2022
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 4/2022 (Juni/Juli 2022) lesen Sie u.a.:

  • Dort suchen, wo man am meisten findet oder: Die Wahl der richtigen Datenbank
  • Der Einfluss von Corona auf die Online-Tätigkeiten von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren
  • Information ist nicht gleich Information
  • Die globale Forschungslandschaft im Wandel
  • Trends im Hochschulwesen:
    10 Jahre Hochschul-Bildungs-Report
  • Meta-Studie bestätigt zahlreiche Vorteile von Open Access
  • Umfrage belegt weiterhin hohe Präferenz für das Printbuch
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 3 / 2022

GESCHICHTE

  • Wer waren die Nationalsozialisten?
  • Die Welt nach Pearl Harbor
  • Die Manila Galeone

IM FOKUS

  • Frauen im Kampf gegen Korruption und Krieg
  • Femizide – ein Problem der gesamten Gesellschaft

LANDESKUNDE | REISEN
Indien | Bangladesch | Südfrankreich

RECHT
Verbraucherrecht | Erbrecht | Betriebsratswahlen 2022

uvm

Bibliotheksverband begrüßt EU-Richtlinienvorschlag zu verwaisten Werken

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. hat heute eine ausführliche Stellungnahme an das Bundesjustizministerium geschickt, in der der Verband den aktuellen Richtlinienvorschlag der Europäischen Kommission zur Regelung der „verwaisten“ Werke nachdrücklich begrüßt. Eine europäische Richtlinie sei am besten geeignet, die erforderliche Rechtssicherheit zu schaffen, um die Werke zu digitalisieren und sie dann allen europäischen Bürgern zur Verfügung zu stellen. Besonders positiv ist, dass der Richtlinienvorschlag auch audio-visuelle Werke einbezieht.

Generell ist eine gesetzliche Regelung dieses Problems eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Aufbau der Deutschen Digitalen Bibliothek und der europäischen digitalen Bibliothek Europeana.

Vor einigen Wochen hatte die Europäische Kommission ihren Vorschlag für eine neue Richtlinie zur Regelung von „verwaisten“ Werken vorgestellt. Der Vorschlag sieht vor, dass Werke, bei denen der oder die Rechteinhaber auch nach einer sorgfältigen Suche im Land der Erstveröffentlichung nicht ermittelbar sind, für ganz Europa rechtsverbindlich für „verwaist“ erklärt werden. Bibliotheken und andere öffentliche Kulturinstitutionen dürfen solche Werke dann digitalisieren und online stellen.

„Unser Problem ist, dass wir bei verwaisten Werken derzeit einfach keinen Ansprechpartner haben, den wir um die Erlaubnis fragen können, ein Werk zu digitalisieren und online zu stellen. Wertvolle Schätze bleiben so für das Internet-Zeitalter verloren,“ erklärt Monika Ziller, Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbandes. „Nach unseren Schätzungen sind ein sehr großer Teil der Titel in deutschen Bibliotheken 'verwaist'. Das Problem ist also enorm. Dass sich nun auch der europäische Gesetzgeber der Sache annimmt, ist nicht zuletzt auf die gute Lobbyarbeit vom dbv und unseren europäischen Partnerverbänden, EBLIDA und LIBER, zurückzuführen.“

Auch die Bundesregierung hat erklärt, in absehbarer Zeit eine Regelung auf den Weg zu bringen. Unterschiedliche Gesetzesvorschläge und Anträge der Oppositionsfraktionen werden derzeit im Bundestag beraten.