3. Dezember 2021
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In der Ausgabe 8/2021 (November 2021) lesen Sie u.a.:

  • Wie Wissenschaft­liche Bibliotheken das lebenslange Lernen (besser) unterstützen können
  • Bestehen Unter­schie­de bei der Nutzung von Bibliotheksressourcen durch MINT- und Nicht-MINT-Studierende?
  • Kaum Bedarf, um die Nutzung von Forschungsdaten weiter zu verbessern
  • Zur Lage der Öffentlichen Bibliotheken und ihre potenzielle Rolle für die Gesellschaft
  • Marketing mit sozialen Medien
  • Neuester STM-Bericht bestätigt starkes weltweites Wachstum von Open-Access-Publikationen
u.v.m.
  fachbuchjournal
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Ausgabe 6 / 2021

IM FOKUS

  • Geschichte der Menschenrechte
  • Richtig satt werden. Gespräch mit Prof. Dr. Biesalski
  • Folgen von Lockdown und Isolation

    LANDESKUNDE
    Deutschland und Russland | Orient | Japan

    BIOGRAFIEN
    Frauen im Nationalsozialismus

    RECHT
    Rechtsgeschichte | Verfassungsrecht | Erbrecht | Umweltschutz im Luftverkehrsrecht

    MEDIZIN

  • Winnacker: Mein Leben mit Viren
  • Huldschinsky: „Licht statt Lebertran“
    uvm
  • Bibliotheksinformatik an der HTWK

    Mit Beginn des kommenden Wintersemesters 2013/2014 werden an der HTWK Leipzig erstmals Studentinnen und Studenten der Medieninformatik mit der speziellen Ausrichtung “Bibliotheksinformatik“ immatrikuliert.

    Doch was verbirgt sich dahinter? Es handelt sich um die Reaktion der Hochschule auf einen seit längerem aus der Praxis klingenden Ruf: Angehende Bibliothekare erhalten während ihrer Ausbildung zwar informatische Grundkenntnisse (aus einer Anwenderperspektive), können aber keine fundierten Fähigkeiten beispielsweise im Bereich der Programmierung oder Systementwicklung vorweisen. Informatiker auf der anderen Seite beherrschen ihr Fach, kennen aber die Sichtweise und Bedürfnisse der Bibliothekare kaum – an diesem Punkt setzt die Bibliotheksinformatik an. Diese neue Studienrichtung ist ein informatischer Bachelorstudiengang; ein Teil – insgesamt 30 % – hat jedoch explizit die Bibliotheks- und Informationswissenschaft zum Gegenstand, hierunter Module zu Typologie, Strukturen und Methoden der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Formal- und Inhaltserschließung und zur Informationsvermittlung und Bibliographie.

    Durch die spezifische Einsicht bereits während des Studiums werden dabei die Kommunikation mit Bibliotheken und anderen Informationsdienstleistern sowie das Erkennen und die Bewertung bibliothekarischer Anforderungen gefördert.

    Erste Einblicke in die Welt der Bibliotheken gibt es für die angehenden Informatiker dabei bereits im 2. Fachsemester während eines vierwöchigen Informationspraktikums. Zum Inhalt hat dies, die generellen Abläufe und die Arbeit in einer Bibliothek kennenzulernen, unter der Fragestellung: wie funktioniert eine Bibliothek? Der Schwerpunkt wird dabei darin liegen, die vorhandenen IT-Strukturen kennen zu lernen und somit einen ersten Einblick in die IT-gestützte Wissensverwaltung zu erhalten.

    Die Erarbeitung eines Softwareprojektes im Laufe eines Studienjahres bietet den Studierenden auf der anderen Seite die Möglichkeit, umfassende Kenntnisse über das Software Engineering zu erwerben und selbst zu erproben. Hier bieten sich Möglichkeiten der individuellen Kooperation zwischen Hochschule und Praxis.

    Kurz vor Beendigung ihres Studiums erwartet die Bibliotheksinformatiker dann das Praxisprojekt, welches eine dritte direkte Verbindung in die spätere berufliche Tätigkeit darstellt. Hier werden die Studenten in Unternehmen, aber auch in Bibliotheken direkt, eingesetzt.

    Nach dem sechssemestrigen Studium ergeben sich viele Einsatzfelder in der Praxis, inner- und außerhalb von Bibliotheken, vor allem der Bereich der Weiterentwicklung von Bibliothekssoftware und -systemen.

    In den letzten Jahren hat sich allmählich der Begriff des Systembibliothekars herausgebildet, welcher laut einer Diskussion in InetBib1 “eine Zusatzqualifikation [...] [ist], die den- oder diejene befähigt, ein Bibliothekssystem [...] auf der Ebene der bibliothekarischen Konfiguration zu betreuen und der in Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung die gesamte Bibliotheks-EDV koordiniert, anpasst und konfiguriert.“

    Anhand dieser Beschreibung lässt sich schnell erkennen, dass hier ein Unterschied zwischen dem Bild des Systembibliothekars und dem des sich erst noch zu prägenden Bibliotheksinformatikers gezogen werden muss. Dessen Aufgaben liegen vor allem in der Planung, Entwicklung, Kodierung und Umsetzung entsprechender Software, statt in der Verwaltung und Wartung vor Ort.

    Die Hoffnung liegt bei einem neuen Berufsfeld, welches auf die aktuell bestehenden und zukünftigen Anforderungen von Informationsdienstleistern reagiert.

    Die Studienanfänger sind dann bald auf der Suche nach einer geeigneten Praktikumseinrichtung...

    Ansprechpartner:
    Studienberatung, Schülerbüro
    Anne Herrmann
    E-Mail: studienberatung@htwk-leipzig.de
    Tel.: 0341/3076-6156

    Studiendekan Medieninformatik
    Prof. Michael Frank
    E-Mail: mfrank@imn.htwk-leipzig.de
    Tel.: 0341/3076-6398

    Fachberaterin Bibliotheks- und Informationswissenschaften
    Prof. Dr. Andrea Nikolaizig
    E-Mail: nikolaiz@fbm.htwk-leipzig.de
    Tel. 0341/3076-5453

    Weitere Informationen unter:
    www.htwk-leipzig.de/mib/bibliotheksinformatik

    VerfasserInnen:
    Julia-Vanessa Silex, Lisa Kaplon, Michael Sparfeldt und Rebekka Wegerer
    Studierende der Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der HTWK Leipzig,
    geschrieben im Modul Öffentlichkeitsarbeit



    1. Reschke, Edith: Re: [InetBib] Systembibliothekar,
    www.ub.uni-dortmund/listen/inetbib/msg29092.html; 7.12.2005