29. Januar 2022
  WEITERE NEWS
 
Aktuelles aus
L
ibrary
Essentials
[+]
[X]

In der Ausgabe 10/2021-1/2022 (Dez. 2021-Jan./Feb. 2022) lesen Sie u.a.:

  • Der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Auskunfts­dienste von Wissen­schaftlichen Bibliotheken
  • Fragwürdiger Einsatz von Tracking-Methoden in der Wissenschaftskommunikation
  • Ursachenforschung zu Stress in Wissenschaftlichen Bibliotheken
  • OER als Chance für Wissenschaftliche Bibliotheken
  • Die Auswirkungen von COVID-19 auf das wissenschaftliche Publikationswesen
  • Fehlende Anerkennung für offene Forschungsdaten
  • Trends für 2022
u.v.m.
  fachbuchjournal
[+]
[X]
Ausgabe 6 / 2021

IM FOKUS

  • Geschichte der Menschenrechte
  • Richtig satt werden. Gespräch mit Prof. Dr. Biesalski
  • Folgen von Lockdown und Isolation

LANDESKUNDE
Deutschland und Russland | Orient | Japan

BIOGRAFIEN
Frauen im Nationalsozialismus

RECHT
Rechtsgeschichte | Verfassungsrecht | Erbrecht | Umweltschutz im Luftverkehrsrecht

MEDIZIN

  • Winnacker: Mein Leben mit Viren
  • Huldschinsky: „Licht statt Lebertran“
uvm

Bücher von Self Publishing Autoren bei den Lesern beliebt

Digitalisierung krempelt den Buchmarkt um

Immer mehr Autoren nutzen die Möglichkeit, digitale Texte und E-Books im Internet selbst zu veröffentlichen. Diese als Self Publishing bezeichnete Form des Publizierens ist bei vielen Lesern sehr beliebt, wie eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands BITKOM ergeben hat. Danach haben 18 Prozent der Nutzer von E-Books Texte von Self-Publishing-Autoren gelesen und 11 Prozent eigene Texte selbst publiziert. „Die digitalen Medien eröffnen Autoren viele Möglichkeiten, mit ihren Werken auf den Markt zu gehen und neue Leser zu gewinnen“, sagt Timm Hoffmann, Bereichsleiter Digital Media beim BITKOM. Self-Publishing-Werke sind meist preiswerter als andere Bücher, da sie in der Regel ohne Mitwirkung eines Verlags produziert werden. „Wie erfolgreich Self Publishing ist, zeigt ein Blick in die Verkaufscharts. Unter den hundert meist verkauften E-Books, kommt gut die Hälfte von Self Publishern.“ Laut Umfrage kennen 87 Prozent der befragten E-Book-Nutzer die Möglichkeit des Self Publishings, unter den Lesern von gedruckten Büchern sind es immerhin 52 Prozent.

Nach den Ergebnissen der Umfrage sind die Meinungen zum Self Publishing unter denjenigen, die diese Form des Publizierens kennen, durchaus zwiespältig. 29 Prozent sagen, dass der Buchmarkt durch Self Publishing größer und vielfältiger wird. Ein Viertel (25 Prozent) der Befragten stimmt der Aussage zu, dass es durch Eigenpublikationen der Autoren mehr Bücher gibt, die ihrem persönlichen Geschmack entsprechen. 31 Prozent finden gut, dass die Texte preiswerter sind als andere Publikationen. Zudem sind 22 Prozent der Ansicht, dass die Beziehung zwischen Lesern und Autoren von Self-Publishing-Texten intensiver ist. Auf der anderen Seite vermisst knapp ein Viertel (24 Prozent) die Qualitätskontrolle der Verlage. 15 Prozent sind der Meinung, dass durch Self Publishing zu viele schlechte Bücher auf den Markt kommen.

Weltweit bekannt wurde das Self Publishing durch den Roman Fifty Shades of Grey, der von der britischen Autorin E. L. James zunächst auf ihrer eigenen Website veröffentlicht wurde und sich zu einem weltweiten Bestseller entwickelt hat. Inzwischen haben sich auch im deutschsprachigen Raum zahlreiche Self-Publishing-Autoren etabliert. Zudem gibt es Sonderformen wie die so genannte Fanfiction, bei der Leser Fortsetzungen oder alternative Handlungsstränge schreiben und im Internet veröffentlichen. Im akademischen Bereich wird Self Publishing bereits seit Jahren erfolgreich genutzt, um zum Beispiel Hausarbeiten und Abschlussarbeiten in digitaler Form zu veröffentlichen.

Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit Aris Umfrageforschung durchgeführt hat. Dabei wurden 1.300 Personen ab 14 Jahren befragt.