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9. Mai 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

„Öffentliche Bibliotheken sind von der
kommunalen Haushaltslage massiv betroffen“

Deutscher Bibliotheksverband veröffentlichte aktuelle Zahlen und Forderungen

Die Finanzkrise der kommunalen Haushalte schlägt sich auch auf die Bibliotheken durch. Nach Jahren der Einsparungen und stagnierender Budgets verschärft sich aktuell die Lage weiter. Dies zeigt eine Umfrage des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) zur Finanzsituation der Öffentlichen Bibliotheken unter seinen Mitgliedern. 37 % der an der Umfrage teilnehmenden Öffentlichen Bibliotheken geben an, von Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen betroffen zu sein. 23 % stehen unter einer globalen Haushaltssperre, 28 % haben mit Mittelkürzungen zu kämpfen. Das Gesamtbudget von 85 % aller teilnehmenden Bibliotheken stagniert oder sinkt. Zugleich wächst die Zahl der Bibliotheksbesuche auf 182 Mio. 2023 waren es noch 132 Mio. Besuche.

Das sind die Ergebnisse einer Umfrage des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) unter seinen 1.394 Öffentlichen Mitgliedsbibliotheken, die der dbv in seiner aktuellen Publikation 'Bibliotheken 2025' veröffentlicht hat. Weitere Themen der Publikation sind der notwendige Ausbau von Leseförderungsmaßnahmen, die Stärkung der digitalen Teilhabe der Bürger*innen, die Ermöglichung der Sonntagsöffnung von Öffentlichen Bibliotheken, Maßnahmen zur Barrierefreiheit und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie die digitale Nutzung von Pflichtsammlungen.

Zum Erscheinen des Berichts erklärt Dr. Holger Krimmer, Bundesgeschäftsführer des dbv: „Wir beobachten seit Jahren eine gegensätzliche Entwicklung. Die Aufgaben der Bibliotheken differenzieren sich weiter aus: mehr Leserförderung, mehr digitale Beratungsangebote, mehr Veranstaltungen für das soziale Miteinander. Gleichzeitig verschärft sich die finanzielle Situation von Kommunen mit direkten Auswirkungen für Bibliotheken. Denn als freiwillige Leistungen der Kommunen sind Bibliotheken massiv von deren Haushaltslage betroffen. Ein zeitgemäßes Bildungsangebot der Bibliotheken ist daher auf Dauer an eine Trendwende der Kommunalfinanzen gebunden.“

Einmal im Jahr legt der Deutsche Bibliotheksverband einen Bericht über die aktuellen Zahlen und Themen von Bibliotheken vor. Darin veröffentlicht er auch eine jährliche bundesweite Umfrage zur Finanzsituation der Öffentlichen Bibliotheken unter den dbv-Mitgliedern. Die Publikation „Bibliotheken 2025“ kann hier heruntergeladen werden.

Deutscher Bibliotheksverband
Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) vertritt mit seinen mehr als 2.000 Mitgliedern bundesweit über 8.000 Bibliotheken mit ca. 25.000 Beschäftigten. Sein zentrales Anliegen ist es, Bibliotheken zu stärken, damit sie allen Bürger*innen freien Zugang zu Informationen ermöglichen. Der Verband setzt sich ein für die Entwicklung innovativer Bibliotheksleistungen für Wissenschaft und Gesellschaft. Als politische Interessensvertretung unterstützt der dbv die Bibliotheken insbesondere auf den Feldern Informationskompetenz und Medienbildung, Leseförderung und bei der Ermöglichung kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe für alle Bürger*innen.

www.bibliotheksverband.de