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17. Mai 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

ZBW stärkt vertrauenswürdige KI-Forschung
mit hochwertigen Metadaten

KI-gestützte Verfahren sollen Datenqualität erhöhen
und offene Wissenschaft voranbringen

Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft innoviert ihre Prozesse zur Erschließung wissenschaftlicher Informationen grundlegend. Ziel ist es, hochwertige Metadaten automatisiert mit Methoden der Künstlichen Intel­ligenz zu erzeugen und für Forschung bereitzustellen. Die ZBW ermöglicht somit eine Datengrundlage für neue wissenschaftliche Fragestellungen, sowohl in modernen infrastrukturellen und bibliothekarischen Kontexten als auch in Forschungsprojekten der Informatik und Wirtschaftswissenschaften. Zugleich leistet sie einen wichtigen Beitrag dazu, generative KI transparenter und nachvollziehbarer zu gestalten.

Wer in der Forschung mit Methoden der Künstlichen Intelligenz arbeitet, benötigt qualitativ hochwertige und gut strukturierte Daten als verlässliche Grundlage. Das gilt gleichermaßen für moderne infrastrukturelle und bibliothekarische Anwendungen wie auch für Forschungsprojekte in der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften.

Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft baut deshalb ihre Rolle als zentraler Anbieter wirtschaftswissenschaftlicher Metadaten gezielt aus.

„Wenn wir wollen, dass Künstliche Intelligenz vertrauenswürdig arbeitet, müssen wir an der Basis beginnen – bei der Qualität, offenen Zugängen und Transparenz der Daten, aus denen sie lernt“, erklärt Prof. Dr. Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft.

Mit ihrer langjährigen und multidisziplinären Expertise in der KI-basierten Erstellung und Aufbereitung von Metadaten sowie als zentrale Informationsinfrastruktur für wirtschaftswissenschaftliche Inhalte in Deutschland wird die ZBW ihre Prozesse zur Metadatenproduktion und -pflege künftig mithilfe von KI-Methoden grundlegend transformieren. Dadurch erhöht sie die Effizienz, Maschinenlesbarkeit und Nachnutzbarkeit ihrer Daten.

„Mit der neuen Metadateninfrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen, um Daten für die KI-Forschung offen bereitzustellen. Zudem wird ein wichtiger Beitrag zur Datensouveränität von Daten aus Europa geleistet“, erklärt Prof. Dr. Klaus Tochtermann weiter.

Mit dem Beschluss des GWK-Ausschusses zur Förderung des Vorhabens im Umfang von 7,5 Millionen Euro für den Zeitraum 2027 bis 2030 ist die entscheidende Hürde in einem hochkompetitiven und wissenschaftsgeleiteten Auswahlverfahren genommen. Die formelle Entscheidung der GWK erfolgt im November im Rahmen der Haushaltsaufstellung.

Der wissenschaftliche Beirat der ZBW unterstreicht die große Bedeutung dieser Weiterentwicklung, sowohl für die Open-Access-Transformation als auch für die KI-Forschung. Denn es ist wesentlich, dass eine wissenschaftsbasierte Einrichtung wie die ZBW dazu beiträgt, generative KI transparenter und nachvollziehbarer zu machen.

Das Projekt umfasst den Aufbau einer offenen, modularen technischen Infrastruktur, die Metadaten unterschiedlichster Publikationsarten – von digitalen Veröffentlichungen über Forschungsdaten bis hin zu Programmcodes – in einheitliche, maschinenlesbare Formate überführt. Diese werden über offene Schnittstellen für bestehende Systeme zugänglich gemacht, etwa für das Rechercheportal EconBiz, für Verbundkataloge, für die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) oder für die European Open Science Cloud (EOSC).

Dorit Stenke, Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, betont: „Mit diesem Projekt zeigt die ZBW, wie verantwortungsvoll Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Wissenschaft eingesetzt werden können. Schleswig-Holstein stärkt damit seine Position als innovativer Forschungsstandort, an dem wissenschaftliche Exzellenz und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen.“

www.zbw.eu