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9. Mai 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
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2009 bis 2023

Datenqualität transparent gemacht

Pubservatory zeigt aktuelle Änderungen in PubMed

Jede Literaturdatenbank erfordert kontinuierliche Pflege, um aktuell zu bleiben. Fehler müssen korrigiert, Dubletten entfernt und vor allen Dingen neue Publikationen hinzu­gefügt werden. Seit über 150 Jahren pflegt die National Library of Medicine (NLM) in den USA die PubMed-Datenbank auf diese Weise und sorgt so für ihre hohe Qualität. Pubservatory, ein neuentwickeltes Tool von ZB MED – Informationszentrum Lebens­wissenschaften, macht diese Arbeit nun sichtbar. Das Tool – derzeit noch in der Beta-Version – zeigt auf, wie viele und welche Quellen in einem ausgewählten Zeitraum hinzugefügt oder gelöscht wurden.

„PubMed ist für Wissenschaft und Forschung in den Lebenswissenschaften weltweit eine der wichtigsten Informationsquellen. Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit sind eine Grundvoraussetzung wissenschaftlicher Arbeit“, erläutert Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann, Wissenschaftlicher Direktor von ZB MED. „Mit Pubservatory erhöhen wir die Transparenz und unterstützen Forschende dabei, die Dynamik ihrer zentralen Rechercheplattform besser zu verstehen.“

Transparenz stärkt Vertrauen

Pubservatory liefert aktuelle Übersichten über die in PubMed vorgenommenen Ände­rungen. Das Tool ermöglicht eine interaktive Visualisierung dieser Entwicklungen über die Zeit hinweg. Forschende, Bibliothekar:innen und Informationsspezialist:innen erhalten damit einen transparenten Einblick, wann und wie sich Inhalte oder Metadaten in PubMed verändern entsprechend den von der NLM gelieferten Daten.

Neben den neuaufgenommenen werden auch gelöschte Datensätze aufgezeigt. Diese Löschungen betreffen zumeist Dubletten, also Mehrfacheinträge für denselben Artikel. Die Information über einen Artikel bleibt damit in der Datenbank erhalten – entfernt wird nur der wiederholt veröffentlichte Datensatz. Pubservatory trägt dazu bei, diese Verän­derungen erkennbar zu machen. Eine kommende Version des Tools, geplant für das Frühjahr 2026, wird Dublettenlöschungen gezielt ausweisen und so noch deutlicher machen, welche Art von Änderung jeweils vorgenommen wurde.

Funktionen im Überblick

  • Nachverfolgung von Ergänzungen und Löschungen auf Wochenbasis
  • Interaktive Diagramme mit Zeitverlauf der Änderungen
  • Direkter Zugriff von der Wochenübersicht auf einzelne Publikationen
  • Getrennte oder kombinierte Anzeige von Ergänzungen und Löschungen
  • Vollständige Dokumentation aller Veränderungen

„In Zeiten, in denen wissenschaftliche Informationssysteme einerseits stetig wachsen, andererseits aber auch stärker reguliert und kuratiert werden, ist es wichtig, Ände­rungen nachvollziehen zu können“, betont Dr. Miriam Albers. „Pubservatory trägt dazu bei, die Integrität und Weiterentwicklung bibliographischer Daten transparent darzu­stellen – unabhängig davon, wie sich die verfügbaren Systeme entwickeln. Nur so können Forschende weiterhin auf stabile und überprüfbare Informationsgrundlagen bauen.“

Die Datenbank PubMed ermöglicht die Suche in Millionen wissenschaftlicher Artikel aus Medizin, Biologie und verwandten Disziplinen. Sie wird von der National Library of Medicine in den USA kostenfrei weltweit bereitgestellt. Wegen der globalen Bedeutung können Änderungen in den Datenbeständen oder der Indexierung immense Auswir­kungen auf Recherchen und Analysen und damit auf Forschungsergebnisse in den Lebenswissenschaften haben.

https://pubservatory.zbmed.de/