1. Juli 2022
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In der Ausgabe 4/2022 (Juni/Juli 2022) lesen Sie u.a.:

  • Dort suchen, wo man am meisten findet oder: Die Wahl der richtigen Datenbank
  • Der Einfluss von Corona auf die Online-Tätigkeiten von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren
  • Information ist nicht gleich Information
  • Die globale Forschungslandschaft im Wandel
  • Trends im Hochschulwesen:
    10 Jahre Hochschul-Bildungs-Report
  • Meta-Studie bestätigt zahlreiche Vorteile von Open Access
  • Umfrage belegt weiterhin hohe Präferenz für das Printbuch
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 3 / 2022

GESCHICHTE

  • Wer waren die Nationalsozialisten?
  • Die Welt nach Pearl Harbor
  • Die Manila Galeone

IM FOKUS

  • Frauen im Kampf gegen Korruption und Krieg
  • Femizide – ein Problem der gesamten Gesellschaft

LANDESKUNDE | REISEN
Indien | Bangladesch | Südfrankreich

RECHT
Verbraucherrecht | Erbrecht | Betriebsratswahlen 2022

uvm

Geisteswissenschaften International: Monika Dommanns Geschichte des Urheberrechts ausgezeichnet

Insgesamt 15 geisteswissenschaftliche Werke erhalten Übersetzungsförderung

Der Sonderpreis im Rahmen des Programms „Geisteswissenschaften International“ geht in diesem Frühjahr an ein Werk über die Geschichte des Urheberrechts. Monika Dommann erhält für ihr Buch „Autoren und Apparate. Die Geschichte des Copyrights im Medienwandel“ (S. Fischer Verlag) den Preis zur Förderung exzellenter geistes- und sozial¬wissen-schaftlicher Publikationen. Insgesamt 15 geisteswissenschaftliche Werke erhalten im Frühjahr 2015 eine Übersetzungsförderung. Der Börsen¬verein des Deutschen Buchhandels, die Fritz Thyssen Stiftung, die VG WORT und das Auswärtige Amt zeichnen zweimal im Jahr hervorragende geistes- und sozialwissenschaftliche Werke aus und finanzieren deren Übersetzung ins Englische.

In ihrer Begründung sagt die Jury: „Die besondere Leistung des Buches liegt darin, uns die Geschichte des Copyrights ,in the making‘ vor Augen zu führen und damit das komplexe Geflecht der Rechte und Interessen aller beteiligten Akteure anschaulich zu machen. Monika Dommann leistet die längst überfällige Historisierung der aktuellen Debatten um Urheber- und Verwertungsrechte unter dem Druck neuer Verbreitungsmedien – um Google Library, Open Access und File Sharing von Musik. In ihrer Geschichte des Copyrights im Medienwandel der letzten 150 Jahre erfahren wir, wie alt die neuen Probleme sind und wie fragil der rechtliche Schutz geistigen Eigentums ist. Damit ermöglicht es einen unverzichtbaren Blick in die Geschichte, um die Gegenwart zu begreifen.“

Die Übersetzung der ausgezeichneten Werke ins Englische wird mit der Summe von insgesamt 250.000 Euro finanziert. Ziel der Auszeichnung ist die stärkere internationale Verbreitung deutscher Forschungsergebnisse in den Sozial- und Geisteswissenschaften und die globale Vernetzung deutscher Wissenschaft. Die Zahl der in den englischen Sprachraum vergebenen Lizenzen soll so dauerhaft erhöht werden.

Neben Monika Dommann wurden im Frühjahr 2015 ausgezeichnet:

  •  Katajun Amirpur: Den Islam neu denken (C.H. Beck)
  •  Klaus Böldl: Götter und Mythen des Nordens (C.H. Beck)
  •  Tim Buchen: Antisemitismus in Galizien: Agitation, Gewalt und Politik gegen Juden in der Habsburgermonarchie um 1900 (Metropol Verlag)
  •  Marlene Crüsemann: Die pseudepigraphen Briefe an die Gemeinde in Thessaloniki (W. Kohlhammer)
  •  Markus Friedrich: Die Geburt des Archivs (De Gruyter Oldenbourg)
  •  Thomas Kaufmann: Luthers Juden (Philipp Reclam jun. Verlag)
  •  Stefan Kühl: Ganz normale Organisationen. Zur Soziologie des Holocaust (Suhrkamp Verlag)
  •  Jörn Leonhard: Die Büchse der Pandora. Geschichte des Ersten Weltkriegs (C.H. Beck)
  •  Michael Riekenberg: Staatsferne Gewalt. Eine Geschichte Lateinamerikas 1500–1930 (Campus Verlag)
  •  Irme Schaber: Gerda Taro, Fotoreporterin (Jonas Verlag für Kunst u. Literatur)
  •  Karl Schlögel: Im Raume lesen wir die Zeit. Über Zivilisationsgeschichte und Geopolitik (Carl Hanser Verlag)
  •  Reiner Stach: Kafka - Die frühen Jahre (S. Fischer Verlag)
  •  Philipp Ther: Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent (Suhrkamp Verlag)
  •  Mirjam Zadoff: Der rote Hiob. Das Leben des Werner Scholem (Carl Hanser Verlag)

Neben dem Juryvorsitzenden Prof. Dr. Luca Giuliani (Wissenschaftskolleg zu Berlin) gehören der Jury an: Prof. Dr. Tilman Allert (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Julika Griem (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Hans Günter Hockerts (Universität München, emeritiert), Prof. Dr. Doris Kaufmann (Universität Bremen), Prof. Dr. Christoph Menke (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Claus Pias (Universität Lüneburg), Dr. Thomas Sparr (Suhrkamp Verlag), Dr. Julia Voss (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Dr. Judith Wilke-Primavesi (Campus Verlag).

Die nächste Ausschreibung startet am 1. Juni 2015 und endet am 31. Juli 2015. Dann stehen wieder Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro zur Verfügung.