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16. Juli 2026
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In der Ausgabe 05/2026 (Juni/Juli 2026) lesen Sie u.a.:

  • Bürgerforum fordert mehr Medienbildung, Plattformregeln und lokale Öffentlichkeit
  • Jugendliche wollen besseren Schutz, aber keine einfachen Social-Media-Verbote
  • Digitale Langzeit­archi­vierung braucht klare Regeln
  • KI-Chatbots werden Teil der wissenschaftlichen Informationssuche
  • Offene Infrastrukturen für
    wissenschaftliche Informationssysteme
  • Warum die Debatte über KI-Texte
    zu kurz greift
  • Lesen als Grundlage
    demokratischer Resilienz
  • Erfundene Quellen
  • US-Bibliotheken neue Lieferwege
  • Warum Hardcover mehr sind
    als schöne Schutzumschläge
  • Lesen auf Papier oder auf dem Bildschirm?
  • Bibliotheksverbände fordern neue
    E-Book-Modelle von großen Verlagen
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Fast jeder Zweite kann Technikprobleme nicht selbst lösen

44 Prozent können nicht mit KI-Anwendungen wie ChatGPT umgehen

Technische Probleme am Smartphone lösen, den WLAN-Router einrichten, Daten sichern oder einen Video-Anruf starten - was für die einen längst digitaler Alltag ist, stellt andere vor große Hürden.

Besonders häufig fehlen Kompetenzen bei der technischen Selbsthilfe: 45 Prozent der Bevölkerung können Fehler und technische Probleme auf den eigenen Geräten nach eigenen Angaben nicht selbst beheben. 39 Prozent sind nicht in der Lage, technische Geräte wie Smartphones, PCs oder WLAN-Router selbst einzurichten. Das zeigen repräsentative Umfragedaten der Initiative „Digital für alle“ unter 1.005 Personen ab 16 Jahren.

Auch bei digitalen Anwendungen für Kommunikation und neue Technologien gibt es deutliche Unsicherheiten. Fast ebenso viele können nach eigenen Angaben nicht mit KI-Anwendungen wie ChatGPT umgehen (44 Prozent). Ein Drittel kann keine Video-Anrufe durchführen (33 Prozent).

Nachholbedarf besteht auch beim Schutz persönlicher Daten und bei alltäglichen Online-Angeboten. 29 Prozent können Daten zum Beispiel in einer Cloud oder auf einer externen Festplatte nicht sichern. Termine und Tickets online zu buchen, etwa beim Arzt oder für kulturelle Veranstaltungen, gelingt 23 Prozent nicht.

Besonders ausgeprägt sind die digitalen Hürden bei älteren Menschen. In der Altersgruppe ab 65 Jahren können 81 Prozent technische Probleme auf den eigenen Geräten nicht selbst beheben. 72 Prozent können technische Geräte wie Smartphones, PCs oder WLAN-Router nicht selbst einrichten. 63 Prozent können nicht mit KI-Anwendungen wie ChatGPT umgehen. Auch beim Sichern von Daten (59 Prozent), bei Video-Anrufen (54 Prozent) sowie bei der Online-Buchung von Terminen und Tickets (51Prozent) liegen die Anteile deutlich über dem Durchschnitt der Bevölkerung.

Auch Älteren ist das Erlernen neuer Digitalkompetenzen wichtig

Gleichzeitig ist die Bereitschaft, digital dazuzulernen, groß. 57 Prozent der Bevölkerung geben an, sich gerne neue digitale Fähigkeiten anzueignen. Besonders ausgeprägt ist diese Offenheit bei den 16- bis 29-Jährigen (67 Prozent) und den 30- bis 49-Jährigen (61 Prozent). Auch bei den 50- bis 64-Jährigen (56 Prozent) sowie den 65- bis 74-Jährigen (58 Prozent) möchte jeweils mehr als die Hälfte gerne dazulernen. Unter den über 75-Jährigen ist es mit 35 Prozent noch rund jede und jeder Dritte.

Der Wunsch, die eigenen digitale Kompetenzen zu stärken, trifft jedoch häufig auf praktische Hürden. 48 Prozent sagen, sie hätten nicht genügend Zeit, um sich neue digitale Fähigkeiten anzueignen. 44 Prozent würden mehr über digitale Themen lernen, wenn es unkomplizierte Bildungs- oder Schulungsangebote gäbe. Für 30 Prozent spielt zudem das persönliche Umfeld eine Rolle: Sie geben an, dass Freunde und Bekannte beeinflussen, wie gut sie bei digitalen Themen mithalten können.

„Die Zahlen zeigen, wie konkret die Herausforderungen bei der digitalen Teilhabe im Alltag sind“, sagt Linda Machwitz, Geschäftsführerin der Initiative „Digital für alle“. „Es geht nicht nur um Zugang zu Geräten und Internet, sondern auch um die Fähigkeit, digitale Anwendungen selbstständig zu nutzen. Viele Menschen wollen dazulernen – dafür braucht es niedrigschwellige Angebote, die direkt an den Alltag der Menschen anknüpfen.“

Genau hier setzt der bundesweite Digitaltag am 26. Juni 2026 an: Mit zahlreichen Aktionen in ganz Deutschland lädt er Menschen dazu ein, digitale Anwendungen kennenzulernen, Kompetenzen auszubauen und Berührungsängste abzubauen. Ziel des Aktionstags ist es, digitale Teilhabe für alle Menschen zu fördern – unabhängig von Alter, Vorkenntnissen oder Lebenssituation.

Organisiert wird der Digitaltag von der Initiative „Digital für alle“, einem breiten Bündnis von Organisationen aus Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentlicher Hand. Das gemeinsame Ziel der Initiative ist es, digitale Teilhabe in Deutschland zu fördern.